Die Hose war .bodenlos', morsch, löcherich — und .Adolfließ den Becher, zum Beweis, durchfallen.
Kurz gesagt — er brachte alles mit Sprache und Gebärden,immer wieder Neues einflechtend, zum Gaudium der Zuhörer,zum Gehör. Man dankte und belohnte ihn mit Brüllen —das sollte das grollende Meer sein.
Und schön ist noch, daß der schöne Adolf allen Ernstesglaubte, er hätte den unerfahrenen jungen Leuten einennaturwissenschaftlichen Vortrag gehalten. —
Zur Berichtigung: ich, Zille, war kein Akademiker, nur ein
geduldeter .Hospitant'."
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Daß Zille auch sonst Modelle gut beobachten konnte, be-weist seine Skizze „Modellpause". Da sitzen und stehenmehrere Aktmodelle verschiedenen Alters beisammen. Undeine Erfahrene unterweist die Jüngeren:
„Bei die Malers müßt ihr erst lern' versteh'n wat se sag'n.Woll'n se een' nackt — dann sagen se ,Akt', mal'n se dieBrüste — dann sagen se ,Büste' — und woll'n se den Rücken,wo er hübsch is — dann sagen se ,Kiste'."
Er weiß also einiges aus dem Treiben der Maler rechterfrischend mitzuteilen. Aber auch das Leben und die Erleb-nisse der Modelle sind ihm nicht verborgen geblieben, wieder Text zu einer Abbildung beweist, auf der ein Malerein weibliches Wesen fragt:
„Haben Sie schon mal gesessen?"
Sie: „Erinnern Sie mir bloß nich an die Zeit!"
Und auch die soziale Lage, die wirtschaftlichen Nöte derKünstlermodelle betont er, wenn er — mit verbissenem Hu-mor — ein Mädchen zum Maler sagen läßt:
„Ick wer Ihn' wat husten un' eenjal for'n HungerlohnVenus sitzen • . • ick verlange Üppigkeitszulage, det Se't
wissen!"
»
Doch alle diese Berufsmodelle sind ja nicht die eigentlichenZille-Modelle. Das sind vielmehr alle jene Gestalten aus den
IC?