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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
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auch sie standen gut mit ihm. Er gehörte zu den wenigenKünstlern, bei dem das Volk gewissermaßen roch, daß erzu ihnen gehörte. Dennoch weiß auch Zille von manchemunfreundlichen Erlebnis zu berichten und äußerte nach-denklich :

Wenn ein Zeichner die Menschen aufs Papier bringenwill, sind sie alle beleidigt, drehen den Kopf weg und schimp-fen oder wollen ,einen aus dem Anzug stoßen I'

Wenn aber ein Photograph sie auf die Platte haben will:

Dann sind sie alle da und machen ein freundliches Gesicht!"

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Erst wollten viele von den Brüdern in den Destillennichts von mir wissen. Sie waren höhisch mißtrauisch. Ichmußte sie heimlich zeichnen hinter 'ne Zeitung oder hinter'm Weißbierglas. Damals gab's ja noch die großen Bottiche,in die man mit'n Daumen reinfassen mußte, um sie hochzu heben. Jeder kannte seine Stelle an seinem Daumengriff.Oder ich mußte heimlich unter'm Tisch rasch in't Buchskizzieren.

Aber bald freuten sie sich', wenn ich kam. Ich kaufte jaauch meistens, was auf der Theke stand Buletten oderRollmöpse und teilte aus. Und denn könnt' ick ooch mal'n Witz riskieren. Und weil mir ein Schriftsteller schon oftgesagt hatte, er würde gern mit mir mitkommen, fragte icheines Tages in der Kneipe, ob es ihnen recht wäre, wenn ichden mitbringen würde.

,Den?' sagten sie vergnügt. ,Ja, bringen Se den man malmit. Denn kann er aber seine Dreckfinger amputieren lassen.Der schreibt ja bloß über uns, um Jeld zu schinden...Der soll man kommen!'

Sie mußten wohl gesehen haben, daß ich 'n bißchen stutzigwurde über ihre drohenden Gebärden. Sie beruhigten michaber wieder:

,Nee Meister Zille Sie können immer wiederkommen.Ihnen duhn wir nischt. Sie meinen's ja ehrlich!'"

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