Und dann redete er lange auf mich ein. Er hätte nichtmal mehr eine feste Wohnung. Und das sei doch dasFürchterlichste. Wenn ein Mensch erst seine feste Bleibeaufgeben müsse . . . Plötzlich fragte er mich:
,Kann ick nich da in der Ecke schlafen? Hinter demSpinde? Ich schlafe im Stehen!'
,Bauen Sie sich da auf!' antwortete ich ihm spöttisch. Aberdann machte ich ihm doch klar, daß mir das nicht paßte,wenn hinter mir beim Schlafen 'ein fremder Mensch imZimmer sei. — Man kann ja auch nicht wissen, was derin der Nacht vorhatte. — Der dachte doch auch, er findetSchätze bei mir. Und denn: im Schlaf kann sich keinerwehren ... — Er war ja noch ganz gut in Kluft. Alsowar das bloß Schwindel mit der Obdachlosigkeit. Trotzdemes ja genug Brüder gibt, die keine feste Bleibe haben.Aber das ist auch nicht immer bloß Mangel an Geld. Siewollen sich eben nicht finden lassen. Oder, das Hin undHer gefällt ihnen besser. —
Na — mit Mühe und Not habe ich den Bruder raus-spediert!
Und einer kam und erklärte mir, wenn ich ihm nichtsofort gründlich helfen würde, dann würde er sich vormeiner Tür aufhängen.
,Wollen Sie einen Strick von mir dazu haben?' fragteich ihn.
Der sah bald ein, daß er an den Richtigen gekommenwar — und zog stumm ab."
Nach einer Weile steckte Zille einige Scheine in alteBriefumschläge, die er aus Sparsamkeit selbst gewendet undwieder verklebt hatte:
„Nee, nee — man hat so schon für genug Arme zusorgen ..."
„Was meinen Sie wohl, wie man um Autogramme ange-bettelt wird! Aber die Leute, die um Autogramme schreiben,kriegen von mir einen Brief:
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