Druckschrift 
Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

Und dann de Vereine, jroße und kleene

Wie sich det Volk uff de Treppe steeßt!

Und Brennert und Hyan und Heilborn und Behne,

Und wie det Federvieh sonst noch heeßt.

Du wer kloppt denn an't Fenster? Mensch is det meechlich?

De Spatzen, die kommen ooch alle heit,

De dankbaren Vejelchen, denen Du teechlich

Uff Deinem Balkon det Futter jestreit!--------

Au Backe, nu hätt ick beim vielen QuatschenBeinahe det Jratulieren verdöst !Na also Heinrich, ick drick Der de PatschenUnd winsch Der, daß De den Tach ieberstehst.Denn biste morjen frieh noch am Leben,Nach der Strapaze noch uff dem Kiehn,Dann wird's noch manchet Jubiläum jeben,Trotz Fachinger Wasser und trotz Insulin!

Dr. E. H......(der andere H......, vveeste, der Leih-tierarzt von de Sammetbrieder).

Welchen Widerhall Zille im Volke gefunden, erläuternwohl am besten diese kleinen Beispiele und manche Erleb-nisse, die in andern Kapiteln geschildert sind. Viele hundertsolche Geschichten ließen sich erzählen. Und sie wirken nochüberzeugender als die Menschenmassen auf den Zillefesten, alsdie vielen Zillebälle, die zur Karnevalzeit in ganz Deutschland,in den schlesischen Bergen wie in hinterpommerschen Städten,in Thüringen und im Hannoverschen gefeiert werden. Undauch die Ausstattungen so vieler Kneipen mit Zillebildernreden eine deutliche Sprache.

Das liebste an seiner Berühmtheit aber ist Zille doch jeneLiebe des Volkes, wie sie sich immer wieder in solchenkleinen Erlebnissen äußert.

55