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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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und Winkel, in denen das Volk wohnte und wohnt. Erbrachte naturgetreue Wiedergaben aus dem Scheunenviertel,aus dem baufälligenAlt-ßerlin", aus Hinterhäusern undHöfen, wie sie in Neukölln wie am Wedding, in Moabit wie inSchöneberg, eben in allen Volksgegenden sich finden. (SieheStudien" undMilljöh".)

Er brachte gewissermaßen die Landschaft, in der das Volklebt.

Das Volk fand sich und seine Umgebung durch die Arbeiteines überaus gutherzigen Künstlers auf den Blättern vonHeinrich Zille wieder. Und das vergalt es dem Künstler.

Kaum eine Ausstellung wurde so besucht, wie die Zille-Ausstellung zu seinem siebzigsten Geburtstag im MärkischenMuseum. Der Bau an der VVaisenbrücke, sonst kaum beachtet,hatte seine großen Tage. Des gewaltigen Andranges wegenmußte er oft geschlossen werden. Monatelang konnte manvor dem Eingang die Besucher in langen Schlangen anstehenfinden als gäbe es dort wichtige Lebensmittel. In vielenFamihen sind Zeichnungen gesammelt oder wenigstens einzelnan die Wand genagelt worden. Und bei fast allen Gewerbe-treibenden und in unzähligen Arbeiter- und Angestellten-Haushaltungen wird irgendein Zillebuch wie ein kleinesHeiligtum aufbewahrt und von Zeit zu Zeit vorgeholt, um dieHerzen zu erquicken und zu erfrischen.

Wie er selbst zum Volke steht, drückte er einmal in einerkurzen, sehr treffenden Zeitungsplauderei aus:

Immer hab' ich mit den kleinen Leuten gelebt, mit denenich aufgewachsen, die für mich die Großen waren: Volkdie Armen. Die den Besitz und die Wohlhabenheit wenigermüssen erhalten, vermehren und sich seihst mit Brosamensollen abfinden. Ich versuchte mit Bild und Wort die Ver-gessenen zu bannen, so nach und nach kam ich in dieZeitungen, illustrierten Zeitschriften, in die Witzblätter undwurde so der ,Arme-Leute-Maler' leider Witzblätteres tut weh, wenn man den Ernst als Witz verkaufen muß.

Der Verschönerungsrat, der Barbier, der mich betreute,

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