an und kippten ihn über seinen Kopp weg uff de andreSeite. Im Hotel de Rome und in den andern Hotels drübenneben den Palais aber war's noch hell und da ging's hochher. Die Equipagen und die Droschkenkutscher warteten undverstauten die Angeheiterten und fuhren sie nach Hause. Undhier wurde den Armen die letzte Ruhe genommen ..."
„Ja, wenn ich meine eigene Arbeit für mich nicht gehabthätte — dann hätte ich es wohl kaum ausgehalten — jahr-zehntelang in der Tretmühle. Aber wenn ich morgens so 'nbißchen nach der Natur gezeichnet hatte, dann hatte ichRuhe für die Brotarbeit. Ich mußte erst ein Bild für michgemacht haben, ehe ich an die Arbeit ging.
Und abends? Ja, da konnte es wohl vorkommen, daß ichbis vier in der Nacht arbeitete — bis der Hahn krähte.Früher gab's ja noch Hühner — in Rummelsburg, später inKarlshorst und auch hier in Charlottenburg in unserer Nach-barschaft. Als ich damals hierher zog — die Photogra-phische Gesellschaft verlegte doch ihre Werkstatt vom Dön-hoffplatz hier 'raus — da war's noch ländlicher. Am Kaiser-damm war große Heide. Da saßen die Weiber mit ihrenKindern — hielten sie ungeniert an die Brust — oder hieltensie ab: da konnte man sie belauschen . . . Und überall warenfreie Plätze, wo die Menschen sich noch auf die Erdesetzen konnten.
Na — und immer habe ich auch nicht bloß gezeichnet.Manchmal wurde es auch so spät über ein Buch: Dickens —— und Zola: Germinal, Nana, Fruchtbarkeit — und wasich sonst alles bekam.
Aber auch später, als ich nicht mehr in die Werkstattging, saß ich morgens oft bis vier auf, am Reißbrett mitdem Stift oder stand vor der Staffelei. Na ja — wenn manwas schaffen will! — Und ich rühmte mich zu Gaul:
,Du, jetzt geht's schon bis um viere'!"
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