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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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auftauchten. Seit 1907 bin ich nicht mehr im graphischenGewerbe und konnte mich mit dem, was mir am Herzen lag,nun ganz und gar befassen ..."

Zille erklärte, daß nicht nur die Kindheitseindrücke auf ihnso stark gewirkt hätten:

Nie werde ich vergessen, was ich am Dönhoffplatz erlebte.Ich hatte 'ne kleine Privatarbeit und ging so früh in dieWerkstatt, daß ich schon vor Arbeitsbeginn ein paar Stundenfür mich arbeiten konnte. Es handelte sich um eine Tech-nik, die nicht in der Werkstatt geübt wurde, in der ichmich aber selbst üben wollte. Und da war nu am Dönhoff-platz zweimal Wochenmarkt. Lauter Obdachlose kamen hin,die als Helfer wat verdienen wollten. Und damit sie nich dieZeit verpaßten denn die Bauern aus der nächsten Um-gebung, aus Schöneberg und Templow fuhren ziemlich frühan kamen die armen Markthelfer schon am Abend vorherund pennten da vor den Haustüren. Wie die Heringelagen sie in den Hauseingängen. Die Schwächsten und die,die am meisten froren, ließen sie hinten hegen, wo't wärmerwar. Die vorne, das waren die Stärksten.

Manchmal aber kamen die Schutzleute. Die zogen diearmen Kerle an die Schläfenhaare hoch. Und das tut ver-flucht weh.

Über diese Reihen von Ärmsten mußte ich wegsteigen,wenn ich meine Früharbeit anfing. Solche Eindrücke ver-gißt man nicht.

Und wenn ich mal spät Unter den Linden lang gingich hatte doch Abendunterricht in der alten Akademie unddaran schloß sich manchmal noch 'n kleiner Bummelda saßen auf manchen Bänken die Obdachlosen. Schlafensollten sie nicht. Und weil die Schutzleute kontrollieren kamen,stellten die Obdachlosen Wachen aus. Die mußten ,Polente!'rufen, wenn Schutzleute kamen. Erwischten die Schutzleuteaber doch einen Schläfer, dann faßten sie ihn an den Füßen

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