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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
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dings manchmal mit einemBittern" durchwürzte Lebens-auffassung hat zweifellos unsere Weltanschauung und dieallgemeine Einstellung zum Volke und zum Leben überhauptbeeinflußt.

Zille selbst blieb allerdings durchaus in seinen Schichten,in seiner Lebensführung sowohl wie in seiner Anschauung.Er büeb im Volksviertel wohnen. Er blieb in seiner Emp-findung und seiner Überzeugung kampflustiger Proletarier,der immer auf eine Besserung dieserbesten aller Welten"hindrängt. Dies aber, daß er sich immer alsKnechtdes Kapitals" fühlt, ist seine künstlerische Stärke. Diesbefähigt ihn, aus innerstem Erlebnis heraus zu schaffen,jede Linie seiner Gestalten mit ihrem Empfindungsgehalt zufüllen.

Er ist eben aufgewachsen in einer Zeit, als auf der einenSeite das Bürgertum nach außen hin fromm tat, als es aberin Wirklichkeit, verführt durch den Milliardensegen der sieb-ziger Jahre, in übermütigem Genuß viele Ideale verlor. Daseinfache Volle fühlte nur die Last der Anforderungen, denharten Druck der Verwaltung und eine quälende Verlassenheit.Die Berufenen, Kirchendiener und Staatsangestellte, fandennicht den Ton und die Tat, um dem Volke Liebe und reineLebensfreude zu geben. Zille weiß aus jener Zeit genugvolkliche Derbheiten zu berichten, und zu schildern. In Wortund Bild.

Gründlich verfehlt wäre es jedoch, nach manchen Zille-Gestalten zu schließen: Zille habe nur die fragwürdigenElemente des Berlinertums und der Hauptstadt schildernwollen oder er habe nur solche Gestalten alsVolle" gesehen.Nein, er hat alle Schichten des Volkes mit gleicher Liebegeschildert. Das Kleinbürgertum, das arbeitende und werk-tätige Volk sind in seinem Werk mit gleicher Liebe behandeltworden wie die Außenseiter der Gesellschaft. Ja, wer seinWerk mit Gründlichkeit betrachtet, wird finden, daß er mitbesonderer Liebe das sich ehrlich ernährende Volk dargestellthat. Allerdings ist er an den Außenseitern, an den Entgleisten

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