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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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Zille wurde ein Programm.

Was andere in langen Reden und dicken Büchern sagten,wozu'andere jahrelange Untersuchungen brauchten, das teilteer durch seinen Zeichenstift mit wenigen Linien mit. Erübermittelte aber mit seinen humorvollen Darstellungen nichtnur Elendsmenschen und Elendswinkel. Mit voller Liebe undmit vollem Bewußtsein berichtete er auch von der Kraft desVolkes.

Seine Gestalten sind durchaus nicht immer Elendsgestalten.Ja, auf den meisten Blättern sind Kinder und Frauen rechtwohlgenährt und die Männer robust und kräftig.

Er glaubte ja auch an das Volk. Er glaubt auch heute nochan das Volk.

Vielleicht oft unbewußt half er mitarbeiten an der neuenZeit. Häufig aber führte ihm auch Empörung über die Zu-stände die Hand bei seiner künstlerischen Arbeit.

In welcher Zeit reifte er zum Künstler! Bigotterie undbrutaler Materialismus von oben und eine heftige natürlicheReaktion des Volkes auf den Druck von oben umgaben ihnin der Jugend und während der Jahrzehnte, in denen er zumKünstler heranreifte. Näheres darüber ist in dem Kapitel:Zille als Künstler" und in den Kapiteln von seiner Kindheit,seiner Lehr- und Gesellenzeit zu finden. Das waren jeneJahrzehnte, als die Menschen in Deutschland darauf erzogenwurden, barsch kommandiert zu werden. Diese Gemütslageging aber gegen die germanische Eigenart. Sie war uns erstin Jahrhunderten anerzogen worden. Die Zeit nach demDreißigjährigen Kriege hatte besonders dasRadlertum"(nach oben krummer Rücken, nach unten treten) gefördert.Gegen diese Knechtsgesinnung hat sich Zille immer empört.

In diesen Kapiteln äußert er sich auch ausführlich überdas, was ihn zum Schaffen drängte, und über das, was ihnzum Zille werden Heß. Hier möge noch eine Mitteilungstehen, die er selbst nach seinem 70. Geburtstag über sichmachte:

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