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Kurzgefasste Methodik des Volksschulunterrichtes in Dispositionen und Lehrproben
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6. Der Unterricht in der deutschen Litteratur.

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wandtheit aufkommen können, deshalb gilt für den Seemann als erstes Gebot,solche unheimlichen Stellen zumeiden". Darin hat der Vater seinen Sohn,ihm unverdrossen zur Seite stehend, unterrichtet und ihn so im Ruderndes Bootes geschickt gemacht. 3) Jetzt heifst es, die dritte Stufe zuersteigen. Jemand, der nur einen kleinen Kahn lenken kann, und geschähedas auch noch so gewandt, ist noch kein Seemann. Das wird er erst, wenner Fertigkeit im Bedienen eines grofsen Schiffes erlangt.Der ersteDienst, den die Schiffsjungen leisten müssen, ist der, in dieMars" (eine teller-artige Ausspreizung am Mäste, über welche die Strickleitern oderWanten"gespannt werden, von den Landbewohnern meist mit dem NamenMastkorb"bezeichnet^ zu klettern und von hier oben Ausschau zu halten. Da gilt esaufzumerken, ob etwa gefahrdrohende Klippen im Wege des Schiffes liegen;es gilt zu beobachten den Flug der Vögel, das Wehen des Windes, den Zugder Wolken. Wie wir auf dem Lande z. B. aus dem Umstände, dafs dieSchwalben sehr tief auf dem Erdboden oder auf dem Wasser hinstreichen,schliefsen, dafs ein Gewitter im Anzüge ist, oder die Erscheinung, dafs dieTauben sich neben einander auf die First des Hauses setzen, so deuten, dafsbald Regen eintritt, so gelten auch einige Seevögel (Möve, Sturmschwalbe) alsVorausverkündiger des Unwetters. Warum der Schiffer auf die Richtung, auswelcher der Wind kommt, zu achten hat, und auf den Zug der Wolken, derdamit zusammenhängt, ist leicht ersichtlich, wenn man bedenkt, wie sehr dasWetter von diesen Stücken abhängig ist. 4) Doch glaube man nicht, dafsder Aufenthalt auf diesem Beobachtungsposten angenehm sei. Bei ruhigemWetter mag die Sache gehen. Wenn aber der Sturm den Mast bis in dieFlut biegt und die Wogen dem auf dem Ausguck Befindlichen über dem Kopfezusammenschlagen, dann erfordert es die ganze Geistesgegenwart, Kraft undGewandtheit des jungen Seemanns, sich vor dem Herabgeschleudertwerden zuschützen. Deshalb gerade aber benutzt der Vater eine solche Gelegenheit zurPrüfung seines Sohnes. Er schaut ihn beobachtend an, wie er sich wohlverhalten wird. Doch der rührt sich nicht auf seinem gefährlichen Standorte.Und weil er die Prüfung gut bestanden, versagt ihm der Vater nicht dasZeugnis der Reife. Mit freudig erregtem Angesichte wünscht er ihm Glückzur Erreichung des Zieles, ein tüchtiger Seemann zu sein.

b. Dann kommt die Zeit, in welcher das Vaterland aller seiner Söhnebedarf, um das Joch der Fremdherrschaft abzuschütteln. Da werden aus denkühnen Seefahrern mutige und vor Sehnsucht nach dem Befreiungskampfebrennende Krieger. Der Vater ist bereits gewaffnet. Auch der Sohn soll dies-mal am Kampfe teilnehmen; der Vater giebt ihm ein Schwert, ihn damit zumKämpfer für Gott und Vaterland weihend. Wieder wie einst schautder Vater seinen Sohn prüfend an:Wirst du dich wohl als ein Held er-weisen?" Der junge Mann versteht die Frage, die in des Vaters Blicke liegt.Er streckt beteuernd sein Schwert gen Himmel, fühlend, wie diese Stunde ihnzum Manne macht. Der Vater ist zufrieden mit ihm, und wieder wie damalshören wir die Worte des Lobes und des Stolzes:Glück zu mit deinemSchwerte, du kleiner Hydriot!"

4. Zusammenfassung:

III. Schlufs:C. Beurteilung:

In welcher Form tritt das soeben betrachtete Stück auf? (Es ist einGedicht.) Sprecht über den Versbau desselben! (Eine btrophenabteilungzeigt dieses Gedicht nicht; es besteht aus 30 Zeilen oder Versen. Das Vers-mafs ist das jambische. Jeder Vers enthält sechs Füfse, der dritte eine über-zählige leichte Silbe. Durch letzteren Umstand entsteht hinter dem drittenFufse ein Einschnitt. Das Versbild ist also folgendes: