Druckschrift 
Kurzgefasste Methodik des Volksschulunterrichtes in Dispositionen und Lehrproben
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

7. Die Anfertigung deutscher Aufsätze.

17

Der Mai ist auf dem Wege." (Lesen und kurz erläutern.) In diesen Liedernspricht sich so recht der frische Jugendmut und die fröhliche Wan-derlust aus.

Fafst zusammen, was über den betrachteten Dichter gesagt worden ist! Ihr seht, dafs Wilhelm Müller es wohl verdient, unter den hervorragendenDichtern Deutschlands genannt zu werden. Wir können stolz sein auf unsernleider so früh verstorbenen Landsmann.

7. Die Anfertigung deutscher Aufsätze.

a. Disposition für die Unter- und die Mittelstufe.

1. Besprechung des Wortlautes.

2. Besprechung der Rechtschreibung.

3. Besprechung der Zeichensetzung.

4. Niederschreiben der Arbeit.

b. Lehrprobe für die Unterstufe.

Der Stuhl.

1. Besprechung des Wortlautes: (Der Stuhl ist beim Unterrichtein der Heimatkunde besprochen worden, als von der Schulstube und ihrenGeräten die Rede gewesen ist.) Von wem ist der Stuhl verfertigt? (DerStuhl ist vom Tischler verfertigt.) Wozu gebraucht man den Stuhl? (Aufden Stuhl setzt man sich.) Welche Teile hat der Stuhl ? (Der Stuhl hat eineLehne, einen Sitz und vier Beine.) Woraus ist der Stuhl gemacht? (DerStuhl ist aus Holz gemacht.) (Die Fragen werden an die Tafel geschrieben.)Beantwortet die Fragen! Wovon ist, die Rede ? Welche Überschrift trägt dasStück deshalb? (An die Tafel als Überschrift: Der Stuhl.) Beschreibt nachden Angaben an der Tafel den Stuhl! Nennt die Überschrift mitl

"2. Besprechung der Rechtschreibung: Buchstabiert das WortStuhl"! Das Wortverfertigt"!Lehne"!Sitz"! (Die Wörter an die Tafel.)

3. Besprechung der Zeichensetzung: Nennt die Überschrift!Welches Zeichen? Warum? Wie lautet der erste Satz? Zeichen? Warum?Wie lautet der zweite Satz? Zeichen? Warum? Wie lautet der dritte Satz?HinterLehne" setzt ihr ein Komma. Welches Zeichen sollt ihr hinter dasWortLehne" setzen? etc. Beschreibt den Stuhl! Nennt in der Beschreibungdie Zeichen mit!

4. Niederschreiben der Arbeit: Tagebücher vor eins, zwei,drei! Tintefässer auf! Federn fafst! Schreibt auf, was ihr über denStuhl wüst! Lies, was du geschrieben hast! Lies dein Geschriebenes mit denZeichen! Aufsatzbücher vor eins, zwei, drei! Schreibt die Arbeit ein! etc.

Nr. 3.

Abgegeben am 6. Februar 1882.Der Stuhl.Der Stuhl ist vom Tischler verfertigt. Auf den Stuhl setzt man sich.Der Stuhl hat eine Lehne, einen Sitz und vier Beine. Der Stuhl ist ansHolz gemacht.

K tauge, Kurzgefaßte Methodik etc.