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Kurzgefasste Methodik des Volksschulunterrichtes in Dispositionen und Lehrproben
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6. Der Unterricht in der deutschen Litteratnr.

(in Ermangelung derselben eine Karte von Europa) nötig machen. Einekurze Grundlegung der Behandlung hat eine Auskunft über die Lage derInselHydra", sowie eine enggefal'ste Charakteristik der Bewohner dieserInsel zu geben.

B. Unterricht.

I. Einleitung.Fragen nach den behandelten Dichtern und ihren Erzeugnissen. Auf-sagenlassen memorierter Stücke. Überleitung.

II, Behandlung des Neuen.

1. Grundlegung: Östlich von der Halbinsel Morea, nicht weit vonder Küste, liegt eine griechische Insel, mit NamenHydra" (2324 ° östl. L.von Greenwich und 3738" nördl. Br.). Die Bewohner derselben,Hydrioten'"genannt, zeichnen sich vor allen ihren griechischen Stammesgenossen durchTapferkeit und Mut aus. Die erstere Eigenschaft zu zeigen, gaben ihnen dieseit dem Anfange dieses Jahrhunderts immer wieder auflodernden Freiheits-kämpfe der Griechen gegen ihre Unterdrücker, die Türken, Gelegenheit, bisdieselben 1828 mit der Befreiung Griechenlands vom türkischen Joche ihrEnde fanden. Mut zeigen die Hydrioten besonders auf dem Meere; denn siesind kühne Schiffer. Zu letztgenanntem Gewerbe werden sie von frühesterJugend an erzogen. Wie ein Vater seinen Sohn zu einem kühnen Schifferund tapfern Krieger heranbildet, hat ein Landsmann von uns, dessen Namenihr nachher erfahren sollt, in einem Gedichte geschildert.

2. Vorlesen des Stückes durch den Lehrer:

3. Entwicklung des Inhaltes (skizziert): a. 1)Ich war etc."Der Knabe erzählt selbst über sich: Noch ganz klein ist er gewesen, soklein, dafs er noch nicht hat fest stehen gekonnt, da hat ihn der Vaterschon mit auf das Meer hinaus genommen, vielleicht auf den Fischfangoder auf eine kurze Küstenfahrt. Er wird den Vater erst darum gebetenhaben, wie bei uns die Kinder bitten, einmal mit auf das Feld hinausfahrenzu dürfen. Und ich kann mir denken, wie er gejauchzt hat, als er zumersten Male auf das Wasser gekommen ist. Was ein Häkchen werden will,das krümmt sich beizeiten. Sehr bald aber hat der V ater ^ en Knabennicht mehr zu dessen Vergnügen mitgenommen; die Lehrzeit desselben hatbegonnen. Mit dem, was für jeden echten Seemann die Grundlage seinerAusbildung sein soll, mit dem Schwimmen und Tauchen, wird derAnfang gemacht. Und klein sind wahrlich die Anforderungen nicht, dieder Vater an den Knaben stellt. Ein Silberstückchen, ein Geldstück vongeringem Werte und vor allem von geringer Ausdehnung, sodai's es sichschwer finden läfst, wirft er nicht einmal, nicht zweimal, sondern dreimal indas Meer, und ebenso oft mufs es der Knabe vom Meeresgrunde heraufholen,ehe er es zum Lohne bekommt und vom Vater gewürdigt wird, die zweiteStufe seiner Ausbildung zu ersteigen. 2) Der Vater giebt dem Knaben einRuder in die Hand, heifst ihn in ein Boot, einen kleinen Kahn, gehen undunterweist ihn, geduldig, wie ein treuer Lehrmeister es sein soll, in der Kunst,dieses Boot mittels des Ruders fortzubewegen. Das ist bei ruhigem Wetternicht schwer; mühe- und gefahrvoll aber wird es, wenn ein Sturm die Wogenaufwühlt oder wenn es gar heifst, die Brandung zu durchfahren, jene Stellean felsigen Ufern, an der die Wogen wild anschlagen und von dem Anpralleschäumend und sich überstürzend im Bogen zurückschiefsen, mühevoll,weil die Wogen dem Fortgleiten des Bootes sich entgegenstemmen, undgefahrvoll, weil letzteres jeden Augenblick in Gefahr ist umzuschlagen undseinem Führer ein nasses Bett zu bereiten. Da gilt es, offene Augen undeine feste Hand zu haben,die Wogen mit scharfem Schlage zu brechen".Der Schrecken aber eines jeden Seemannes, auch des kühnsten und verwegen-sten, sind die Punkte im Meere, an denen das Wasser, veranlafst durch starkesich begegnende Strömungen, im tollen Wirbel sich dreht und alles, was indie Nähe kommt, rettungslos erst in den wilden Tanz hinein und dann in dieTiefe hinab zieht. Und weil gegen solche Gewalten weder Stärke noch Ge-