2. Der Unterricht in der biblischen Geschichte.
Haus etc.) Was gelobte auch das Volk ? (Auch wir wollen dem Herrn dienen.)Welche Männer bestimmte Gott nach dem Tode Josuas zu Führern desVolkes ? (Die Kichter.) Welche Richter haben wir bereits erwähnt ? (Gideonund Abimelech.) Da haben wir gesehen, wie das Volk Israel seines Gelübde3oft vergafs. Was wird von ihm erzählt ? (Die Kinder Israel vergafsen oft desHerrn, ihres Gottes.)
2. Überleitung; Nun dürft ihr aber nicht denken, dafs zu der RichterZeit alle Leute in Israel gottlos gewesen seien. Viele sind dem Herrn, ihremGott, treu geblieben. Heute sollt ihr eine ganze Familie kennen lernen, diefromm war, besonders aber ein recht frommes und gottesfürchtiges Weib. Ichnannte den Namen desselben schon in der' vorigen Stunde. Wer hat ihnbehalten? Nenne ihn! (Ruth.) Von wem also wollen wir heute reden? (VonRuth.)
II. Behandlung.
1. Grundlegung: (Die Karte von Palästina wird aufgehängt.) Zeigtdas tote Meer! Westlich von demselben (zeigen) liegt eine Stadt, deren Namenihr schon gehört habt. Sie heifst Bethlehem. Was ist dort Wichtiges ge-schehen? (In B. ist der Herr Jesus geboren.) Das war freilich lange nachder Zeit, von der hier die Rede ist. Nun, die Stadt B. wird auch in derGeschichte erwähnt, die 'ich euch heute erzählen will. Zeigt Bethlehem!Gebt seine Lage zum toten Meere an! Südöstlich vom toten Meere (zeigen)wohnte das Volk der Moabiter. Wer wohnte da ? Wo wohnten die Moabiter ?Zeige das Land der Moabiter! Auch davon wird heute die Rede sein.
2. Betrachtung.
a. Vorerzählen der ganzen Geschichte: — Schlufs: Zu dieserGeschichte will ich euch ein Bild zeigen.
b. Vorzeigen des Bildes: Was seht ihr auf dem Bilde? (DreiFrauen.) Wer mögen die drei Frauen sein? Welche ist Naemi? WelcheArpa? Welche Ruth? Woran erkennt ihr Arpa? (Sie hat sich umgewendet.)Was will sie eben thun? (Wieder nachhause gehen.) Welcher Vorgang ausder Geschichte ist also hier abgebildet? (Wie Naemi sagt: „Kehret um etc.")(Bild wegstellen.)
c. Entwicklung des Inhaltes: Von welcher Zeit redet der Anfangunserer Geschichte ? (Richter.) Zu dieser Zeit sah es einmal recht trübe ausim Lande Israel. Was ist erzählt? (Teurung.) In einem Nachbarlandeherrschte diese Teurung nicht; in welchem? (Moabiter.) Was that deshalbeine jüdische Familie? (Zog dahin.) Aus wieviel Personen bestand die Familie?Aus welchen ? Wie hiefs der Vater ? Wie die Mutter ? Die Namen der Söhnesind nicht genannt. Wo wohnte die Familie ? Zeigt B.! Wohin zog sie ? Zeigtdas Land der M.! Zeigt den Weg, den die Familie gezogen ist! — Wasgeschah mit dem Vater, als die Familie eine Zeitlang in dem neuen Landegewohnt hatte? Was wird von den Söhnen erzählt? Das steht so scheinbarohne Verbindung neben einander, und doch hat es einen tiefen Bezug. Alsder Vater starb, wird die Mutter recht betrübt gewesen sein. In einer derSchwiegertöchter hat ihr Gott schon einen recht kräftigen Trost bestellt.Wie hiefsen die beiden Schwiegertöchter ? Nach einer Reihe von Jahren trifftdie Familie ein neuer harter Schlag. Welcher? (Die beiden Söhne der Naemisterben.) Nun steht die Mutter allein da in dem fremden Lande. Zwarhat sie ihre Schwiegertöchter; aber die sind ja auch nicht von ihremVolke. Nun sehnt sich Naemi zurück nach dem Lande ihrer Väter, um somehr, als dort die Teurung längst vorüber ist. Was thut sie? (Sie kehrtnach Kanaan zurück.) Sie geht indes nicht allein. Was wird erzählt? (IhreSchwiegertöchter begleiten sie.) Auf dem Wege aber mahnt Naemi dieselbenzur Umkehr. Wie spricht sie zu ihnen? Ihr könnt euch denken, wie weheder Mutter ist, sie ziehen zu lassen; denn wenn ihre Schwiegertöchter fort-gehen, so ist sie ganz allein. Sie weifs aber, dafs sie ihnen keine neue Heimatbieten kann, die ihnen Ersatz giebt für alles das, was sie zurücklassen; ziehtsie doch selbst ins Ungewisse hinein. Und deshalb spricht sie: ,,Kehret um,