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2. Der Unterricht in der biblischen Geschichte.
meine Töchter!" Wer folgt der Mahnung ? (Arpa.) Sie kehrt um. Washören wir-aber über Ruth? (Sie bleibt.) Was hält sie bei ihrer Schwieger-mutter fest? (Die Liebe zu derselben.) Wie sagt zie zu Naemi? Das sindherrliche Worte, die Ruth hier ausspricht. Die wollen wir uns einprägen.Wiederholt sie! Sehet da das Thun eines heidnischen Weibes! Aus Liebezu ihrer alten Schwiegermutter verläfst sie ihr Vaterland, ihre Verwandtschaft,ja ihre Götter. Welchen Gott will sie von jetzt ab anbeten? (Den GottIsraels.) So ziehen nun Naemi und Ruth hin nach Kanaan. — (Wieder-holungsfragen über diesen Abschnitt.) Erzählt die Geschichte von Ruth,soweit wir sie jetzt durchgenommen haben! In welchem Verhältnisse standRuth zu Naemi? (Sie war ihre Schwiegertochter) Welchen Entschlufs hatRuth gefaßt? (An die Tafel:
I. Ruth als Schwiegertochter der Naemi.1. Wie Ruth ihr Vaterland verläfst.)Beide ziehen nun in das Land Kanaan hinein. Nach welcher Stadt wendensie sich ? (Bethlehem.) Warum nach dieser ? Als sie in Bethlehem angekommensind, denkt Ruth sofort darauf, ihrer Schwiegermutter und sich Unterhalt zuverschaffen. Es ist zur Zeit der Ernte. Was thut deshalb Ruth? Das Auf-lesen der Ähren war bei den Juden den Witwen und Armen gestattet. Waszeigt Ruth auch hierin, dafs sie für Naemi Nahrung herbeischafft? (Liebe.)Liebte und ehrte Ruth ihre Schwiegermutter, so sollen wir das noch vielmehr an Vater und Mutter thun. Welches Gebot sagt das? Wie lautet es?Was ist das? Wir dürfen also unsere Eltern nicht verlassen, sondern müssenfür sie arbeiten und sie, wie man sagt, auf den Händen tragen. Ruth thatdies. Sie ist also ein Vorbild für uns.- Das vierte Gebot aber ist das erste,auf dem eine Verheifsung ruht. Wie lautet sie? Darüber redet auch einSpruch, den wir lernen wollen; hört ihn: „Ihr Kinder, seid gehorsam etc."„Es ist billig" heifst: Es gehört sich so; es kommt allen Menschen so zu.(Einlernen des Spruches.) Gott erfüllt, was er verheilst. So hat er seineVerheifsung auch an der Ruth wahr gemacht. Wie, werden wir sehen. Aufwessen Felde liest Ruth Ähren? Boas kommt eines Tages nach dem Felde.Er sieht die Fremde nicht sogleich und begrül'st erst die Arbeiter; mit welchenWorten? Er ist also ein frommer Mann und ein freundlicher zugleich. DieLeute erwidern die ihnen entgegengebrachte Freundlichkeit. Wie beantwortensie den Grufs? Seht, ein solcher Ton mufs zwischen den Herren und denDienern herrschen. Nachdem Boas seine Leute begrüfst hat, redet er Ruthan. Wie spricht er? In den Worten „meine Tochter" thut sich wieder seineFreundlichkeit kund. Boas ist ein Verwandter der Naemi. Er hat gewil'sschon von Ruth gehört und kennt sie. Daher ist auch die weitgehende Er-laubnis erklärlich, die er ihr giebt. Welche ? Was erlaubt er ihr noch ? (Siesoll trinken, so sie dürstet, und essen, wenn Essenszeit ist, und zwar mit denLeuten des Boas.) Ruth ist fremd, und die Schnitter möchten sie hart an-fahren. Das verhindert Boas. Wie spricht er zu den Schnittern? Ruth istnun auch fieifsig bei der Arbeit. Woher wissen wir das? (Sie liest an einemTage soviel Ähren, dafs sie einen Scheffel voll Getreide ausklopfen kann.)Wenn sie das die ganze Ernte hindurch fortgesetzt hat, so wird sie mit ihrerSchwiegermutter keine Not zu leiden gebraucht haben. Wir sehen also, wieRuth für ihre Schwiegermutter gesorgt hat. Wovon ist im zweiten Abschnitteder Geschichte die Rede gewesen? (An die Tafel:
2. Wie Ruth für ihre Schwiegermutter sorgt.)Erzählt, wie Ruth für ihre Schwiegermutter sorgt!
Ich sagte euch, Ruth habe die Erfüllung der Verheifsung, die mit demvierten Gebote verknüpft ist, bald an sich erfahren. Wir haben jetzt bereitsdarüber etwas gehört. Was? (Boas erweist ihr Wohlthaten.) Gott belohntdie Liebe der Ruth zu ihrer Schwiegermutter aber noch in viel höherem Mafse.Wie ich schon sagte, war Boas ein Verwandter der Ruth. Deshalb war ihmdie Hilfe, die er der Ruth bisher hatte zu teil werden lassen, nicht genug;er wollte noch mehr für sie sorgen. Was that er deshalb? (Er kaufte das