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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
Entstehung
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(VI.) ZWEITE REDE GEGEN PHILIPPOS.

EINLEITUNG.

Der Philokrateisclie Frieden samt seinen Errungenschaftenwar für Philippos nicht das Endziel seiner Bestrebung, sondernnur die Grundlage für seine ferneren Operationen gegen die Un-abhängigkeit der griechischen Staaten, insbesondere Athens. Vondiesen allen war kaum eine empfindlicher für die Athener alsseine Einmischung in die Angelegenheiten des Peloponnes undder schon im dritten Jahre nach dem Frieden, Ol. 109, 1. 344,gemachte Versuch dort festen Fufs zu fassen. Die Lakedämonierkonnten den Verlust der Hegemonie über die peloponnesischenStaaten nicht verschmerzen und suchten wiederholt Messenienund Argos in das alte Abhängigkeitsverhältnis zu bringen. Schnellwar Philippos hei der Hand: an Sparta stellte er die Forderungdie Unabhängigkeit Messeniens anzuerkennen (§ 13), und alsdiese mit Protest zurückgewiesen wurde, schickte er Unter-stützungen an Geld und Mannschaften nach Argos und Messene,ja er seihst gedachte mit einem gröfseren Heere nachzurücken(§ 15). Die Athener erkannten die ihnen drohende Gefahr inihrer ganzen Gröfse. Sie schlossen sich an die Lakedämonieran, nicht sowohl aus Sympathie für deren hegemonistische Ge-lüste, als weil ihre Stellung Philippos gegenüber sie zu ihrennatürlichen Verbündeten machte, und schickten eine Gesandt-schaft, an welcher auch Demosthenes teilnahm, an die pelöpon-nesischen Staaten ab, um diese über Philippos eigentliche Pläneund ihr eigenes endliches Schicksal unter Beziehung auf die Vor-gänge beim Abschlufs des Philokrateischen Friedens aufzuklärenund ihr Mifstrauen gegen die Aufrichtigkeit der makedonischenVerlieifsungen zu erregen (§ 20 ff.). Der Eindruck, welchen dieseAnsprache des D. sowie die in gleichem Sinne gemachten Vor-stellungen der übrigen athenischen Abgeordneten hervorbrachte