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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
Entstehung
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(VIII.) REDE ÜBER DIE ANGELEGEN-HEITEN DI CHERSONESOS.

EINLEITUNG.

Der thrakische Chersonesos J ) oder überhaupt der Cherso-nesos hiefs die Landzunge, welche von der südöstlichen SpitzeThrakiens aus und mit dieser durch einen 37 Stadien breitenIsthmos zusammenhängend in verhältnismäfsig geringer Breitegegen 240 Stadien weit ins ägäische Meer vorspringt und dieeuropäische Küste des Hellespontos bildet. Ursprünglich vonThrakern bewohnt und frühzeitig von verschiedenen Punktenaus durch Griechen kolonisiert kam dieser Landstrich um dieMitte des sechsten Jahrh. v. Chr. zufolge eines Orakelspruchs andie Familie des Atheners Miltiades, ging aber von dieser um dieZeit der Perserkriege als Eigentum an die Athener über. Docherst ums Jahr 452 nahm Perikies förmlich Besitz davon, indemer tausend athenische Bürger als Kleruchen dorthin übersiedelteund die schon von Miltiades zur Sicherung gegen die räuberischenAnfälle der Thraker über den Isthmos gezogene Mauer erneuerte.Je wichtiger diese die Iiornstrafse nach dem Pontos deckendeBesitzung für die Athener war, um so empfindlicher war ihnenderen Verlust am Ende des peloponnesischen Krieges; doch wederSpartas Übergewicht noch später der antalkidische Frieden ver-mochten sie ihre Ansprüche auf dieselbe aufzugeben. In denBesitz des Landes aber kamen sie nach mancherlei Wechselfällenwährend der thrakischen Wirren erst wieder 01. 105, 4. 357,wo der thrakische König Kersobleptes zu ihren Gunsten auf denChersonesos mit Ausnahme der Stadt Kardia verzichtete (D. 23,

1) Vgl. K. H. Fnnkhänel, über den thrakischen Chersones als Be-sitztum der Athener, Philol. 4, 89 ff.