RÜCKBLICK AUF DIE REDE VOM FRIEDEN.
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Rückblick auf die Rede vom Frieden.
Das Eigentümliche, Unbehagliche der Lage, in welcher sichD. befand, als er, der leidenschaftlicheMakedonerfeind, sich über-zeugt hatte, dafs die günstige Zeit zum Losschlagen noch nichtda sei, als er mutig und selbstlos genug war, dieser seiner Über-zeugung auch Ausdruck zu leihen — prägt sich auch in der An-ordnung der Rede aus. Bei demProömium (§ 1—3) ist der Redneraugenscheinlich kaum recht bei der Sache. Er hat Zeit zu Ge-meinplätzen und formelhaften Vorwürfen, die ihm wenig vonHerzen zu kommen scheinen. Sodann ist der ganze erste Teil, fastdie Hälfte des Ganzen, nur ein vorbereitender, gewissermafsenentschuldigender, rechtfertigender. Er weist nach, wie er stetsein Feind Philippos’ gewesen sei und mit welchem Rechte er vorihm gewarnt habe, er weist dies nach und läuft Gefahr, von seinemeigenen Ruhm zu sprechen, aber er thut es nur zu dem Zweck,damit man daraus ersehe, dafs es staatsmännische Rücksichtenhöherer Art gewesen seien, die ihn jetzt zu einer scheinbaranderen Ansicht hätten kommen lassen (§ 4—12). Die Ausein-andersetzung dieser höheren Gesichtspunkte bildet den Hauptteil,ihre prägnante Zusammenfassung den Schlufs der Rede — undin der That bedurfte es kaum des Schwunges und des Glanzesseiner Beredsamkeit, damit die Zuhörer einsahen, dafs dieseGrundsätze von tiefem staatsmännischen Wissen zeugen und An-spruch hatten, Leidenschaften zu zügeln.