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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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EINLEITUNG ZUR ZWEITEN REDE GEGEN PHILIPPOS. 155

(§ 26), war durch wiederholte Verheifsungen von seiten des Phi-lippos und durch die Wühlereien der mehr und mehr an jenenOrten erstarkenden makedonischen Partei gar bald wieder ver-wischt. Die Argiver und Messenier. liefsen sich daher bestimmen,in Athen selbst über diese Einmischung in ihre AngelegenheitenBeschwerde zu führen, und darin wurden sie vielleicht durch einemakedonische Gesandtschaft unterstützt, welche gleichzeitig dorteintraf, um wahrscheinlich, wenn man Libanios glauben will, dasVolk wegen jener Verdächtigung der Absichten des Philippos zurRede zu stellen. Die Antwort hierauf ist es, welche in der Ver-sammlung beraten wurde, in welcher Demosthenes die zweitePhilippische Rede sprach. Der von ihm selbst (§ 28) vorgelegteEntwurf dazu ist leider nicht erhalten. 'Allein die Grundsätzedes D. und seine Ansichten von den Zuständen des Peloponnessind uns hinlänglich bekannt, um zu wissen, in welchem Sinnesie gehalten war, und die vorliegende Rede läfst uns darüberkeinen Zweifel. D. wollte die Herrschaft Spartas über die an-deren Staaten nicht erneuern, sondern war bereit im NamenAthens ihre Freiheit zu garantieren: aber ebensowenig sollteSparta überwältigt werden. So wird ähnlich wie in der Rede fürdie Megalopoliten seine Erklärung dahin gegangen sein: die athe-nische Bürgerschaft, entschlossen die Verträge aufrecht zu er-halten und die Freiheit und Selbständigkeit der Hellenen zuschirmen, werde dem angegriffenen Teile beistehen und fremdeEinmischung mit gewaffneter Hand zurückweisen. 3 A. Schäfer,D. 2, 336.