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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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PROLEGOMENA.

und deren Benutzung durch Imm. Bekker und vor allen durchdie Studien H. Sauppes trat die Kritik dieses Redners in einneues Stadium. Diese Handschrift nämlich zeichnet sich nichtnur durch eine Menge eigentümlicher und vortrefflicher Les-arten, sondern auch dadurch vor allen anderen aus, dafs sieeinen an vielen Stellen kürzeren Text darbietet, indem sie baldein oder mehrere Worte, bald ganze Sätze, welche sich in denübrigen finden, fallen läfst. Unbefangene Betrachtung dieserStellen, welche man anfangs aus hergebrachter Achtung vor einermehr als dreihundertjährigen Vulgata nicht anzutasten wagte,hat gelehrt, dafs nicht wenige dieser Zusätze in die Kategorieder Interpolation gehören , und mehr und mehr bei den meistenHerausgebern des Demosthenes die Überzeugung befestigt, dafsdie erste Hand des 2 denn die Handschrift hat im Laufe derZeit Nachbesserungen von mehr als einer Hand erfahren denText dieser Reden in einer Gestalt darbietet, welche der ursprüng-lichen verhältnismäfsig am nächsten kommt. Der Herausgeberder vorliegenden Bearbeitung hat sich dieser Richtung entschie-den angeschlossen. Auf das Verhältnis des 2 zur Vulgata ist hierund da gelegentlich in den Anmerkungen hingewiesen worden:um aber den Leser in den Stand zu setzen, dasselbe an einemgröfseren Stücke im Zusammenhänge zu übersehen und darandas eigene Urteil zu üben, hat es zweckmäfsig geschienen , beider dritten Rede gegen Philippos (9.), wo aber in der That auchdie Abweichung das gewöhnliche Mafs weit überschreitet, aus-nahmsweise die Zusätze der übrigen Handschriften als Variantenunter dem Texte vollständig zu verzeichnen. Es waren auch dieanstöfsigen Stellen, wie Christ bewiesen hat, gar nicht in denText des Attikus aufgenommen gewesen. (Christ selbst denktS. 60 an die überlebenden Freunde und Schüler des D., vondenen einer nach dem Tode des Redners die 3. und 4. Phil. Redefür sich speziell ohne die Rede vom Chersones zu edieren beab-sichtigte und zu diesem Zwecke seiner eigenen und seiner LeserFassung gemäfs mehrere Zusätze und Änderungen anzubringen sicherlaubte.) Gerade hier kommt noch ein anderes äufseres Beweis-mittel zu Hülfe. Aristeides, ein Rhetor des 2. Jahrh. nach Chr.,führt in seiner Rhetorik mehrere Stellen dieser Rede ohne dieseZusätze und durchaus mit -Σ übereinstimmend an und ebenso Har-pokration unter ίχτιμος die Stelle § 44 τοντο ö J εστίν cmo-κτ είναντα είναι. Ein deutlicher Beweis, dafs neben der Vulgata,deren gleichzeitige Existenz allerdings durch viele andere Anfüh-rungen der alten Grammatiker gesichert ist, der Text des 2 als