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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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PROLEGOMENA.

auch die Athener mit in die Bewegung hineinzuziehen. Manrüstete, doch aller Mahnungen des D. ungeachtet gerieten die er-griffenen Mafsregeln ins stocken und nur eine Waffensendung nachTheben kam zur Ausführung. Auch die Peloponnesier, welchezum Beistand der Thebaner ausgerückt waren, wagten sich inErwartung der kommenden Dinge nicht über den Isthmos hinaus.So waren die Thebaner gezwungen den Kampf für die Freiheit Grie-chenlands allein zu bestehen, und sie bestanden ihn mit wahrhaf-ter Todesverachtung, obwohl einer solchen Übermacht gegenübernatürlich vergebens. Theben ward von Alexander im Herbst Ol.111, 2. 335 erstürmt, über sechstausend wurden erschlagen, überdreilsigtausend freie Männer gefangen und als Sklaven verkauftund die Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Abermals auf An-trag des Demades ward von den Athenern eine Gesandtschaft be-schlossen, um den Zorn des Alexander zu beschwichtigen, dieserjedoch verlangte diesmal als Unterpfand für die Aufrichtigkeitihrer friedlichen Gesinnungen die Auslieferung der namhaftestenMänner der Volkspartei, besonders des D. und Lykurgos. 71 ) DasVolk war ratlos, da sein Rechtsgefühl verwarf, was die Pflichtder Selbsterhaltung erheischte. Nach langen Debatten übernahmes Demades, nicht aus Sympathie für diese Männer, sondern umden Preis von fünf Talenten, dieselben loszubitten. Es gelangnoch einmal den Unwillen des Alexander zu versöhnen, nurCharidemos mufste das Land verlassen.

16. Hiermit war die Hegemonie Makedoniens über-Griechen-land vollendet. In Athen herrschte fortan, während die MakedonerAsien eroberten, ein Zustand tiefer Ruhe, nicht sowohl aus Furchtals infolge des Vertrauens, welches Alexander als Sieger die-sem Staate bewiesen hatte. Widerstand wäre auch gegen die jetztallmächtige makedonische Partei unmöglich gewesen, und so fandauch der Aufstand der Lakedaimonier Ol. 112, 2. 330 hier keinenAnklang. In eben diesem Jahre jedoch hatte D. nocheinen schweren Kampf mit seinem unversöhnlichstenFeinde Äschines zu bestehen. Schon im J.336 nämlich wardieser gegen Ktesiphon, der wegen der beim damals in Angriff ge-nommenen Festungsbau bewiesenen Liberalität des D. auf dessenBekränzung angetragen, mit einer Klage παρανόμων aufgetreten.Aus noch nicht ganz aufgehellten Gründen war die Entscheidungdieser Rechtssache bis jetzt verzögert worden, die Zeit aber hatteden Hafs des Äschines gegen D. denn diesem galt natürlich die

71) Plut. Dem. 23. Arrian. Anab. 1, 10, 4.