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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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PROLEGOMENA.

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Klage, nicht dem Ktesiphon, der nur zum Vorwand diente an-statt ihn abzukühlen, womöglich noch gesteigert. Der Angriff aberward von D. mit gleicher Heftigkeit erwidert. Beide konzentriertenin diesem Handel die ganze Kraft ihrer Rede. Fürwahr es ist keinWunder, wenn dieser Zweikampf der berühmtesten Redner eineZuhörerschaft aus allen Teilen von Griechenland herbeizog. Esmufs für die Griechen ein eigener und ernster Genufs gewesen sein,die ganze grofse Tragödie des Kampfes der beiden feindlichen Prin-cipien, des hellenischen und des makedonischen, des demokrati-schen und des monarchischen von denen, welche dabei selbst sostark beteiligt gewesen waren, darstellen zu hören und noch ein-mal im Geiste zu durchleben. Äschines brach sich selbst den Halsdurch dasblindeUngestüm, womit er aufseinen Gegner anstürmte,und durch die Frechheit, womit er so vielen Augenzeugen der Ereig-nisse gegenüber der Wahrheit ins Gesicht schlug. Der Sinn desVolkes war noch zu gesund, als dafs es sich hätte betören lassenkönnen, zu grofs noch die Zahl derer, welche das Herz auf demrechten Flecke hatten, mancher wohl auch, der angesichts jenerEreignisse im stillen von einem Gefühle der Reue sich beschlichenfühlte und dem Manne, der, wenn jedermann seine Schuldigkeit ge-than hätte, der Retter des Vaterlands gewesen sein würde, einen spä-ten Tribut der Achtung schuldig zu sein glaubte. D. ging siegreichaus diesem Kampfe hervor und Äschines in ein freiwilliges Exil.

17. Minder günstig für D. war der Ausgang eines anderenRechtshandels, in den er 01.113,4. 324 verwickelt wurde. Harpa-los nämlich, den Alexander, als er nach Indien zog, zu Babylonals Wächter der dort aufgehäuften Schätze zurückgelassen, war,nachdem er einen Teil derselben verschwendet, bei der Nachrichtvon der Rückkehr des Königs mit grofsen Summen entflohen undkam nach Griechenland, um dort einen Aufstand gegen die Ma-kedonier anzuzetteln. Athen schien ihm das günstigste Terraindazu. D. hatte sich seiner Aufnahme daselbst widersetzt, dieselbewar gleichwohl genehmigt worden, und nun streute Harpalossein Gold mit vollen Händen unter die antimakedonisch Gesinn-ten aus. Später, als Antipater die Auslieferung des Harpalos ver-langte , ward dieser auf Antrag des D. ergriffen und der Restseiner Schätze, deren Gesamtbetrag er auf 700 Talente angab,zur Wiedererstattung an Alexander auf die Akropolis in Sicher-heit gebracht. Er selbst entwich, über die fehlenden zur Be-stechung verwendeten Summen aber ward eine Untersuchung an-geordnet und dem Areopag übertragen. Es wäre zu verwundern,wenn D. als Leiter der antimakedonischen Partei in diese schmut-