PROLEGOMENA.
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jetzt dort ihr Spiel getrieben, hatte zwar die eine es auch mitdem Vaterlande nicht ehrlich gemeint, aber doch keine den Staatunmittelbar gefährdende, keine hochverräterische Tendenz ver-folgt. Es war dies die Regierungspartei, Eubulos an der Spitze,welche zwar innerlich den Staat in leidlicher Ordnung erhielt,allein die Würde desselben nach aufsen hin zu vertreten unfähigwar, da sie den Launen des Volkes, durch dessen Gunst sie sichoben hielt, nachgebend dem Staate die Mittel zu einer kräftigenWahrung seiner Interessen entzog, das Volk selbst in seiner In-dolenz bestärkte und so, wenn auch unbewufst, dem Philipposin die Hände arbeitete. Dieser Wirtschaft ein Ende zu machenbildete sich eine Opposition, eine Bewegungspartei, und ihr ge-hörte als eifrigster Vorkämpfer D. an. Es begreift sich, dafs er,der angehende Staatsmann, jener beim Volke so beliebten Parteigegenüber einen ziemlich schweren Stand hatte, zumal da auchdiese in der Wahl ihrer Mittel zur Bekämpfung der Oppositionnicht eben sehr skrupulös war und unter ihren Anhängern eineAnzahl kecker Wagehälse zur Verfügung hatte, immer bereitdurch eine Art kleinen Krieges den Feind zu necken und zu er-müden. Ein solcher war Meidias, der schon in der Vormund-schaftsgeschichte (Ol. 104, 1) gegen D. sich auf gewissenloseWeise beteiligt 39 ) und auch geraume Zeit später wieder bei derChoregie, welche D. an den grofsen Dionysien 351, Ol. 107, 2,freiwillig übernommen, durch einen öffentlichen Skandal den-selben in einen ärgerlichen Handel verwickelt hatte. Dies warjedoch längst überwunden und D. hatte sich durch seine uneigen-nützigen und patriotischen Bestrebungen eine gesicherte Stellungim Staate errungen. Jetzt aber wechselte plötzlich die Scene.Aus dem Schofse der Partei, welche die Regierung repräsentierte,wuchs eine neue Fraktion hervor, welche das, was jene unbe-wufst begonnen, mit Bewufstsein zum Ende führen sollte und ihreAufgabe darin fand, Athen den Makedonern in die Hände zu spie-len. Es sind gewifs nicht alle wirklich Verräter gewesen und D.mag in seiner Leidenschaftlichkeit und in seinem von seinem höhe-ren Standpunkte aus gerechten Zorn als Verrat eine Ansicht be-zeichnet haben, die allerdings auf eine athenische Politikin jenem grofsen Stile der Perserkriege verzichtete,aber auch darauf verzichten zu müssen glaubte, weil sie bei dengeringen Kräften Athens, bei der Gesinnung der Bürger, beider Tüchtigkeit eines Philipp nur noch in der Anlehnung anihn Rettung und die Möglichkeit der Erfüllung der griechischen
39) 21, 78 fl.