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nur so weit bedeutsam, als man sie mit den Begriffen der Wissen-schaft und des Staates verbindet. Dasselbe gilt, falls wir die Religionin der Seite des menschlichen Seelenlebens realisiert denken, die wir„Gefühl“ oder „Gemüt“ nennen, auch von diesen Begriffen. Nichtweil der Mensch fühlt, lebt er in Gott, sondern um in Gott leben zukönnen, muß er sein Gefühl ausbilden, und nur soweit dies Gefühlsich auf Gott bezieht, nicht aber als psychologische Realität, be-kommt es eine religiöse Bedeutung.
So entscheidet überall der objektive Gehalt, und das Seelenlebensteht in seinem Dienst. Ja nur durch die Verschiedenheit des objek-tiven Gehaltes und die von da aus verständliche Verschiedenheit desDienstverhältnisses werden die verschiedenen Seiten des Seelen-lebens in ihrer Verschiedenheit wesentlich, während die Unter-schiede, die sie als bloß psychische Realitäten zeigen, gar nicht in Be-tracht kommen.
Wir können also die Dreiteilung in Denken, Wollen und Fühlenakzeptieren, und wir tun es, denn wir brauchen irgendwelche Be-griffe nicht nur für den objektiven Gehalt der verschiedenen Kultu-ren, sondern auch für die verschiedenen Seiten des Seelenlebens, daszu diesem Gehalt Stellung nimmt, und in dem der Gehalt sich ver-wirklicht. Wir müssen aber stets daran festhalten, daß die Dreitei-lung dann nicht psychologisch gemeint sein darf, und daß es daherfür unseren Zusammenhang ganz gleichgültig ist, ob unter Denken,Wollen und Fühlen mit Recht selbständige psychische Realitätenverstanden werden.
Ebensowenig kommt es darauf an, ob das faktische Seelenlebender Menschen sich auf Grund dieser Dreiteilung in seine realen Teilezerlegen läßt. Sagen wir, der theoretische Mensch „denke“, so mei-nen wir damit nicht seelische Vorgänge, die bei anderen Menschenfehlen, ja wir fragen nicht danach, was das Denken als seelischeRealität betrachtet ist, und noch weniger leugnen wir, daß auch derDenker ein wollender, handelnder und fühlender Mensch sei odernicht ebensoviel Wille und Gefühl besitze wie der Politiker. Das-selbe gilt, wenn wir den politischen Menschen „wollend“ nennen.Was faktisch in seinem Seelenleben vorgeht, und ob er weniger denktund fühlt als andere Menschen, interessiert uns nicht. Wir betrach-ten ihn nur mit Rücksicht auf die Seiten seines Wesens, mit denen er