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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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teuer und schlecht, aber etwas anderes ist auf demLande nicht zu haben. Die englische Küche mitihren fetttriefenden Erzeugnissen dürfte dem Deutschenbesonders in der ersten Zeit nicht behagen. DieHotelpreise sind im allgemeinen etwas höher alsunter gleichen Verhältnissen in Deutschland; währendman im Centrnm von Berlin schon für 34 Markein schönes Zimmer halfen kann, ist in der City inLondon ein anständiges Unterkommen für wenigerals ö C> Shilling pro Tag kaum zu finden.

Von Dover fuhr ich auf dem last spiegelglattenMeere mit einem französischen Bostdampfer, auf demder Kassierer kein Französisch verstand, in der kurzenZeit von 1 1 / 4 Stunden nach Calais. Das Fahrgeldist für diese Route im Verhältnis zu denen zwischenHolland und England teuer, es beträgt 10.(10 Frcs.; derTransport des Fahrrades kostet auf dieser Linie 3 Frcs.

In Calais musste ich die Maschine für die Fahrtin Nordfrankreich wieder plombieren lassen. BeiTourcoing verliess ich den nordfranzösischen Bodenmit seinen mittolmiissigen aber ebenen Strassen undfuhr zur belgischen Grenzstation Mouscron, wo ichfür 2o Francs eine belgische Plombe erhielt. Dannging die Fahrt auf meist sehr schlechten Chausseennordwärts über Courtrai und Thourout nach Ostendeund weiter über Blankenberghe, Brügge und Brüsselnach Antwerpen, ln Nordhelgien, beziehungsweiseFlandern, wird fast durchweg Vlämisch, ein demPlattdeutschen ähnelndes Idiom gesprochen, und nichtüberall kann man sich in französischer Sprache ver-ständlich machen.

Ein schönei' Herbsttag war es, als ich durch diePorte du Kiel dem Centrum der starken FestungAntwerpen Zufuhr. Antwerpen, franz. Anvers. liegtan der Schelde, hat beinahe 300 000 Einwohner,