XX. Kapitel.
Nach Nyinwegen, Arnheim, Utrechtund Amsterdam.
Nachdem ich die schwarz-weissen Grenzplählepreussischerseits and die rot-weiss-blauen holliindischer-seits hinter mir hatte, tauchten in der Ferne dieweissen Landhäuser der ersten niederländischen Ort-schaft auf. Die Grenze hatte ich ohne jeglicheStörung passieren können, da für Holland einePlombe bis heute nicht gelöst zu werden braucht.
Was mir bald nach dem l'bertritt auf holländischesGebiet auffiel, das war die gänzlich veränderte, demDeutschen sonderbar erscheinende Physiognomie derStrassendecke. An die Stelle der tadellosen maca-damisirten Landstrassen Rheinlands treten hier die„Klinkers“; dies sind breite Wege, die mit schmalenBacksteinen gepflastert sind und zu beiden Seiten inder Regel durch ein schmales Bankett eingesäumtwerden. Da der alluviale Boden in Holland die An-lage gewöhnlicher Chausseen nicht ermöglicht undBlausteine daseihst nicht gewonnen werden, hat mandie grossen Strassen, die von der Wegebau-Ver-waltung mit peinlicher Sorgfalt in stand gehaltenwerden, fast durchweg mit Backsteinen belegt.
Der Radfahrer kommt auf diesen Strassen beiminder stark aufgepumpten Reifen sehr gut vorwärts.Einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bieten die-
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