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II. Kapitel.
Die Glanzpunkte des Rheins.
Nachdem ich die letzten Häuser der Stadt Kölnund die Festungswerke hinter mir hatte, fuhr ich aufder breiten Landstrasse in die weite fruchtbare Rhein-ebene hinaus. Nach einstlindiger Fahrt auf dertadellosen Chaussee langte ich in Bonn an. Bonnist mit 42 000 Einwohnern eine der vornehmsten-Stiidte am ganzen Bhein; als Universitätsstadt reichtihr Ruf bis weit über die Grenzen unseres Vaterlandeshinaus; hier liegt eines der ersten deutschen Regimenter,das Bonner Husaren - Regiment. Als Kunst- undRentnerstadt ist Bonn in aller Welt bekannt, dergrösste Tondichter aller Zeiten, Ludwig van Beethoven,,erblickte hier im Jahre 1770 das Licht der Welt.Sein Standbild schmückt den Indischen Platz vor dem.prächtigen, in spätromanischem Stile aufgeführtenMünster, und erinnert die Bonner immer wiederdaran, dass aus ihrer Mitte der unsterbliche Gross-meister der Instrumentalmusik hervorgegangen ist.
Von Bonn aus gelangte ich auf der ziemlich,monotonen Strasse nach dem reizend gelegenenStädtchen Godesberg, über welches, schon von weitemsichtbar, die stolze Ruine Godesberg emporragt, Daich in der Nähe von Königswinter, jenseits des Rheineseinen Besuch zu machen hatte, fuhr ich an denStrom hinab zur Fähre, und liess mich aus andereliier übersetzen. Den Abend verbrachte ich imFreundeskreise bei einer Batterie trefflicher Flaschen.Wo man singt, da bleibe ruhig sitzen, dachten wirals eine junge Dame aus einer benachbarten Villamit ihrer .Familie eingetreten war, und uns durchformvollendete Gesang- und Klaviervorträge erfreute..