IV. Kapitel.
Von Heidelberg nach Karlsruhe, Baden-Baden und- Freiburg im Breisgau.
'Würzburgern, deren Ziel das Neckarthai war, verab-schiedet batte, setzte ich meine Reise nach Südenfort. Von Heidelberg bis Wiesloch ist die Landstrassesehr wellig, hat jedoch eine gute Decke aufzuweisen.Nach den mannigfaltigen Hochgenüssen landschaftlicherSchönheit, die die Reise bisher geboten, konnte ichdieser Strecke nur wenige Lichtseiten abgewinnen,zumal die Strasse von Bruchsal ab mittel massig odersogar sehr scldecht zu nennen ist. Nicht allein zahl-reiche Hebungen und Senkungen machen sich vonhier ab unangenehm bemerkbar, sondern besondersauch die schlechte Decke der Chaussee. Tiefe Furchenbezeichnen die Spuren der Lastfuhrwerke und beinassem Wetter läuft man jeden Augenblick Gefahr, inirgend einem sumpfigen Wassertümpel stecken zu bleiben.Diese Landstrasse ist eine der schlechtesten, die ichkennen gelernt habe. Sie erinnerte mich lebhaft aneine berühmte „Actienstrasse“ im Rheinlande, die vonAachen nach Eupen und Belgien führt, und die bisjetzt in ihrer Art fast einzig dasteht und für Radfahrer einwahrer Greuel ist. Der Radler sollte solche Strassenund die daran gelegenen Ortschaften und Gasthäusergrundsätzlich nicht mit seinem Besuche beglücken,
ich mich am andern Morgen von den