T. Kapitel.
Abfahrt zum Rheine.
Die Sonne stand bereits hoch am tiefblauenFinnamente und sandte ihre glühenden Strahlen hinabauf die blühenden Gefilde, als ich hinausfuhr in derRichtung nach Jülich-Köln. Geschäftiges, buntesTreiben herrschte in den äussersten Strassen vonAachen, als ich dem Yerkehrseentrum der Stadt denRücken wandte. Eben wollte ich um die letzte Eckebiegen, als mir auch schon die erste Unannehmlichkeitbegegnete.
Ein etwa, zehnjähriger, schmutziger Bengel rannteohne ein Wort zu sagen auf mich zu, spuckte mir insGesicht und suchte ebenso schnell, wie er erschienen,zu entkommen. Das ging denn aber doch übermeine Geduld, in einer Sekunde war ich vom Rade,legte dasselbe auf den Boden und setzte dem Bubennach. Ich erwischte ihn eben noch, als er in einemHause verschwinden wollte. Ehe er recht zur Be-sinnung kam, klatschten ein Paar kräftige Ohrfeigen,die ihre Wirkung insofern nicht verfehlten, als derdünge jämmerlich zu heulen anfing und Zeter undAlordio schrie. Es dauerte keine Minute, und schonsah ich mich von einem Haufen Pöbel umgeben, derauf mich eindrang und mich beschimpfte. Trotzdemich im Gesichte noch Spuren des frevelhaften Atten-tates seitens des Burschen trug, drang ein ältererHerr, der wie es schien auf „Bildung“ Anspruch