XXIII. Kapitel.
Über Mecheln und Löwen nach Lüttich. Das Vesdrethalbis Eupen. Zurück in die Heimat.
-N ;icli zweitägigem Aufenthalte in Antwerpensetzte ich die Heise fort und richtete den Kurs nachSüdosten, der rheinischen .Heimat zu. Die Fahrtging auf dem schlechten ..Radial irerbankett" nur lang-sam von statten und mehr als 1 ‘/ 2 Stunden Zeiterforderte die Bewältigung der 20 km zwischen.Antwerpen und Mecheln.
In Belgien besteht seit einigen .Fahren ein Gesetz,nach welchem jeder Radfahrer, ob Belgier oder Aus-länder, der im Lande selbst dauernden Wohnsitznimmt, für sein Fahrrad alljährlich zehn Francs Steuerzu zahlen hat. Die ganz beträchtliche Summe, diedurch diese Bestimmung der Staatskasse zufliesst,wird zum grössten Teile zur Verbesserung und Instand-haltung der Strassen und zur Anlage von .Radfahrer-banketts verwandt. In der Wallonie, besonders in derGegend von Lüttich, sind die Strassen fast durchwegausgezeichnet, in Flandern dagegen und in denandern Teilen des Landes ist über die Verwendungder .Fahrradsteuer bis heute nur wenig Erfreulicheszu verzeichnen. Die allerschlechtesten Strassen aufmeiner ganzen Reise habe ich gerade in Nordbelgiengefunden.
Die Minderwertigkeit der flanderischen Chausseenist allerdings hauptsächlich dem sandigen Boden zu-