XIII. Kapitel.
Die Riviera di Ponente von Ventimiglia bis Genua.
Um fünf Uhr morgens -wachte ich in Ventimigliaauf, und eine halbe Stunde später befand ich michwieder hei schönstem Wetter auf der Landstrasse nachBordighera. An Annen und Beinen verspürte ichstechenden Schmerz, und als ich nach der Ursachedesselben forschte, bemerkte ich eine ganze AnzahlBeulen, die zum Teil so dick wie Taubeneier waren.Aber wie kam ich nur zu diesen Anschwellungen?Am Abend vorher hatte ich nichts davon bemerkt,und mein Bett war doch während der Nacht miteinem Schutznetze gegen die bösartigen Stechfliegendes Rojathales geschützt gewesen. Ich liess mir inder nächsten Apotheke Salmiakgeist geben und erfuhrdann, dass man sich durch die Netze auch nur beigrösster Vorsicht vor den Stichen dieser Insektenschützen könne. In Unkenntnis der Verhältnisse hatteich diese Vorsicht ausser acht gelassen und das Netzbereits eine Viertelstunde, bevor ich mich zur Buhebegab, geöffnet. Auf diese AVeise hatten sich dieungebetenen Gäste in mein Bett schleichen könnenund mich in gründlicher Ausübung ihres blutdürstigenAmtes jämmerlich zerstochen. So war denn dafürgesorgt, dass ich für einige Tage Ventimiglia und diedaselbst verbrachte Nacht nicht vergass.
Nach kurzer Fahrt gelangte ich auf schlecht ge-deckter Strasse nach Bordighera, einer Ortschaft mit
Pontzen, Von der Nordsee. 19