Vf. Kapitel.
Zur Schweizer Grenze. Über den Hauensteinpassin den Aargau. Das Aarethal und Bern.
^Nachdem ich in Münster einige Stunden ausgerulitund dann mein Rad am Bahnhöfe in Empfang genommenhatte, setzte ich die Reise fort. So müde ich auchdurch die lange Eusstour in den Beinen geworden■war, das Radeln ging doch gerade so flott von statten,als ob ich eben erst aus den Federn gekrochen wäre.Dei' Grund hierfür liegt darin, dass hei der Bewegungauf dem Rade die Muskeln in ganz anderer Weisearbeiten, als bei der Vorwärtsbewegung zu Kuss.Colmar berührte ich im weitern Verlaufe der Fahrtnicht mehr, sondern bog unterhalb Winzenheim rechtsah nach Hattstatt und Rufach. Die Strasse isttadellos und fast eben. An der rechten Seite imWesten ziehen sich die Vogesen dahin, auf derenAbhängen mehrere Ruinen thronen, von denen BurgDreienegisheim, mit ihren weithin sichtbaren Türmen,den sogenannten ..Drei Exen“ die interessanteste ist.
In praller Sonnenhitze, glücklicherweise aber mitleichtem Rückenwind gelangte ich bald nach Mühl-hausen, der industriereichsten Stadt des Eisass. Zahl-reiche mächtige Schlote verkünden bereits aus weiterFerne die Nähe der 77 000 Einwohner zählendenFabrikstadt, die in der Textilbranche einen Weltrufgeniesst. Für den Radler bietet sie ausser gutenElsässer "Weinen und trefflichen Bieren kaum etwas