X. Kapitel.
Durch das Reussthal zum St. Gotthard. Der grosseTunnel und das Thai des Tessin bis Locarno.
Durch Fluelens ruhige, saubere Strassen fuhr ichhinaus nach Altdorf, dem Hauptorte des Urner Landes."Wie vereinsamt ist doch jetzt die Strecke zwischendem See und dem St. Gotthard im Vergleich zufrüheren Jahren, da noch schweibeladene eidgenössischePostwagen alltäglich zahlreiche "Reisende vom Schiffs-landungsplatze in Fluelen zum Gotthardpasse hinauf,und von da nach Italien hinunter trugen. Annährend60 000 Personen reisten vor der Eröffnung derGotthardbahn alljährlich Uber den Pass. Dass dieseHeise aber weder im Sommer noch im Winter un-gefährlich war, davon zeugen zahlreiche Kreuze, alsstumme Zeugen mannigfaltiger Ungliicksiälle auf derGotthardstrasse. Die meisten Ileisenden benutzenvon Luzern aus das Flügelross, die Gotthardbahn,die sie mit Windeseile durch eine ganze Reiheschwarzer Tunnels ihrem Ziele entgegenführt.
In Altdorf erinnern verschiedene Statuen undInschriften daran, dass wir uns in der Heimat desschweizerischen Nationalhelden Wilhelm Teil befinden.Hier soll Teil den berühmten Meisterschuss getlianhaben, und ein schönes, im Jahre 1895 von Kiesslingam Hauptplatze errichtetes Bronzestandbild stellt diemarkige Gestalt des Schützen und die seines mutigenSohnes in künstlerisch vollendeter Ausführung dar.