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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Land hinein. Die Vegetation ist sehr spärlich, nurwenige dürre Kräuter und einige genügsame Strauch-gewächse fristen liier ein kümmerliches Dasein. Indieser Sandwildnis hatte sich der Ehein nach einemverhängnisvollen Orkan im Jahre 839 verloren.Gewaltige Sandberge waren dem Rheine durch dasMeer entgegengesetzt worden, und die Mündung desStromes, der sich im Sande verlief und die ganzeGegend in ungesundes Sumpfland zu verwandelndrohte, blieb deshalb bis 1807, als ein Abtiusskanalgebaut wurde, unbekannt. Dieser Kanal bat mehreregrosse Schleusen, die während der Flut geschlossensind und dem Meerwasser den Zudrang zum Flusseversperren. Zur Zeit der Ebbe werden die Schleusengeöffnet, und das während der Dauer der Flut auf-staute Eheinwasser stürzt tosend in die See.

Euch fast einstmaliger Fahrt, die von stetem,heftigem Gegenwinde begleitet war, kam ich nachIvatwyk binnen, und von dort gings nach Katwyk aanZee, einem 600 Einwohner zählenden Fischerdorfe,welches sieb als Seebad des besten Eufes erfreut.Als ich die letzte Strassenbiegung hinter mir batte,stand ich plötzlich vor einer endlos erscheinendengraublauen WasserHäehe.

Es war das Meer! Mit vollen Zügen atmeteich die erfrischende, würzige Seeluft, die mir Aeolusentgegen hauchte. Ich stieg vom Eade ab, stärkte michzur Weiterfahrt und wartete bis die Ebbe eingetretenwar. Dann trug ich mein Ead durch den hohen Sandhinab bis an den Saum des Wassers, wo der Strandso hart war, dass Eoss und Eeiter kaum merklicheSpuren ihrer Schritte hinterliessen. Dort schwangich mich wieder in den Sattel und fuhr auf demglatten Sande mit scharfem Eückenwinde pfeilschnellsüdwärts, gen Scheveningen. Trotzig bäumen sieb