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Volldampf vorbeisauste und den lamentierendenWächter durch ein gleichgültiges „Kanitverstan“abfertigte.
Leiden liegt am Alten Rhein und ist von zahlreichenKanälen durchzogen. Die Stadt ist im Laufe derletzten Jahrhunderte sehr zurückgegangen, die Zahlder Einwohner hat sich von 90000 auf 45000 redu-ziert. Bei einer Fahrt durch die, die ganze Stadtdurchziehende Hauptstrasse, deren verkehrsreichsterTeil die Breedestraat ist, sieht man viele interessanteGebäude, die fast sämtlich im holländischen Renaissance-stile aufgeführt sind. Besondere Erwähnung verdienendas schöne Rathaus, die Peters- und die Pankratius-Kirche, die reichhaltigen Museen und der botanischeGarten. Berühmt ist die Universität, die frühereine der ersten Europas war, und au der dienaturwissenschaftliche und die medizinische Fakultätheute noch einen besonders guten Ruf gemessen. ImJahre 1807 wurde durch die Explosion eines mit Pulverbeladenen Schilfes der südliche Stadtteil, an dessenStelle später der schöne Van der Werf-Park ange-pHanzt worden ist, gänzlich zerstört. Inmitten diesesParkes steht ein schönes Denkmal für den Bürger-meister van der Werf. der sich hei der Verteidigungder Stadt gegen die Spanier durch besonderenHeldenmut ausgezeichnet hatte.
Von Leiden aus richtete ich den Kurs nachWesten, den Dünen, dem Meere zu. Die ziemlichschlechte, 9 km lange Strasse nach Katwyk, führtdurch Rhynsburg und dann in eine endlos scheinendeDünenwildnis hinein. Trostlos ist (bis Bild, welches sichvon dem viele Meter hohen Kamme einer Dünebietet. Soweit das Auge reicht dehnen sich diesegrauen Sandhügel aus, besonders im Korden reichensie an einzelnen Punkten viele Kilometer weit ms