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Besichtigung der grossen Schleusen, besonders der-jenigen, welche das Y von der Zuidersee abschliessen.Die Kirchen Amsterdams bieten des Sehenswertennicht viel. Der königliche Palast, jetzt Rathaus, derauf mehr als 13 000 Pfählen aufgeführt ist und8 Millionen Gulden gekostet hat, verrät in Bezugauf sein Aeusseres nicht allzu viel Geschmack, dasInnere enthält dagegen manches von Interesse.
Umfangreiche Sammlungen enthalten die Museen,besonders das grossartige Rijks- oder Reichs-Museum,in dessen weitläufigen Gemälde-Gallerien die bedeuten-den niederländischen Maler Rembrandt, van der Heistu. a, durch zahlreiche herrliche Bildwerke vertretensind. Amsterdam hat ferner eine Universität, einenreichhaltigen Zoologischen- und einen schönenBotanischen Garten; hübsche Anlagen verleihen derStadt einen besonderen Reiz. Der HauptverkehrAmsterdams konzentriert sich auf dem Dam undin den angrenzenden Strassen.
Jeder Fremde, der starke Nerven hat, versäumenicht, einmal durch das Judenviertel zu gehen, indem meist arme Juden, darunter 3500 portugiesische,wohnen. Der Zufall wollte es, dass ich geradean einem Samstag, am Ende des ,.Schabbes‘‘, kurzvor Sonnenuntergang, wenn sich hier Alt und Jungzu neuem Schacher sammelt. Gelegenheit fand, diesenStadtteil zu betreten. Ich habe manches gesehen inder Welt, aber derartigem Schmutz und solchenekelerregenden Gestalten war ich in meinem Lebennoch niemals begegnet. Von schwarzhaarigen, meistschielenden Kindern wimmelte es stellenweise wiein einem Ameisenhaufen. — Der Appetit auf dasBeefsteak, welches meiner im Hotel harrte, warmir für heute vergangen. Einmal kann man sichin diese Strassen der Wissenschaft halber hinein-
Pontzon, Vou der Nordsee.
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