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raum gewinnen. Die Kosten der Ausführung diesesProjektes sind auf 3280 Millionen Mark berechnetworden. Man hat mit der Trockenlegung oder „Ein-polderung“ von Seen in Holland gute Erfahrungenund glänzende Geschäfte gemacht, besonders wennman die 1608 — 12 angelegte fruchtbare PolderBeemster und ferner die grossen Poldern Pürmer undSchenner in betracht zieht. Bei anhaltendem Regensorgen die Pumpen der Windmühlen dafür, dass sichnicht zuviel Wasser in den Poldern ansammelt, undbei grosser Trockenheit lässt man Wasser aus denKanälen zur Befeuchtung der Weiden in die zahl-reichen Wasseradern des genannten Landes fliessen.Die Fruchtbarkeit dieser, weite Landstrecken um-fassenden Poldern ist daher ungemein gross. Instrategischer Hinsicht sind die grossartigen An-lagen insofern von Bedeutung, als man die inner-halb der Dämme gelegenen Ländereien bis zueiner beliebigen Höhe in kurzer Zeit unter Wassersetzen kann.
Amsterdam ist der Hauptgeldplatz Hollands mitriesigem Schiffsverkehr und einer der bedeutendstenStapelplätze Europas für Waren aus den ostindischenKolonien des Königreichs. Teuer ist der Bausolider Häuser in Amsterdam, da der Boden ausSchlamm und Moor bestellt und das Fundamentder Gebäude auf 10—15 m langen Pfählen, dieman tief in die Erde einrammt, errichtet werdenmuss. Die schöne, 1845 erbaute Börse von Amster-dam ruht beispielsweise auf 3469 dieser mächtigenPfähle. Interessant ist ein Spaziergang an demschönen Bahnhof vorbei durch die grossartigen Hafen-anlagen und eine Fahrt mit dem Dampfboot überdas Y nach dem alten Tolhuis mit seinen hübschenGartenanlagen. Ferner versäume man nicht die