Äum Himmel an, zerklüftete Felsparti een, dunkleLaubwälder und Reben hänge bieten ein farbenreichesGlanzstück echter Naturromantik. .Hoch über demDorfe liegt auf trotzigem Felsen die Ruine Altenahr.Die Burg wurde im X. Jahrhundert erbaut und warStammschloss der mächtigen Grafengeschlechter vonAre und von Hochstaden. Wie fast alle Burgen amRheine und in den Seitenthälern desselben wurdeauch sie 1714 von den Söldnerscharen Ludwigs XIV.zerstört.
Ich hatte von Sinzig bis hierher 25 km zurück-gelegt. und da die Weiterfahrt ins obere Ahrthalnach Adenau mich zu sehr von meiner Reiserouteabgebracht hätte und die schönsten Punkte desThaies hinter mir lagen, wandte ich mich bei Alten-ahr in nördlicher Richtung, rechts, ab und drücktemein Rad die sehr steile Strasse hinan, die aufeiner Strecke von 4 km beinahe 200 m steigt. Nach-dem ich auf der Höhe, in der Nähe von Gelsdorfangelangt war, ging die Fahrt mit Windeseile überMeckenheim nach Bonn, wo ich nach 1 y 2 stündigerFahrt anlangte. Noch einen Scheidegruss dem Denk-male unseres grossen Beethoven, und wieder sass ichim Sattel, um noch vor dem Abend die Mauern derrheinischen Metropole zu erreichen.
Einige Kilometer südlich von Köln gesellte sich einRadler zu mir, der sich über eine Bande Handwerks-burschen beklagte, die mich unbehelligt gelassen, ihnaber in gröblichster Weise insultiert und gefährdet hatten.Wir mässigten unser Tempo, um zu sehen, ob dieLeute auch die einzelnen uns entgegenkommendenRadfahrer belästigen -würden. Und richtig, auch diesewurden von den Burschen durch Stöcke gezwungenvom Ra.de herunterzusteigen. Unter dem Gelächterder rohen Gesellschaft, gegen welche die paar Radler