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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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allerdings ohnmächtig waren, folgte eine Erörterungzwischen den beiden Parteien, die leicht zu Thätlich-keiten hätte führen können. Kurz entschlossen wandteich mein Rad zurück, sprang vor den erstaunten Land-streichern ab. stellte ihnen das Ungebührliche ihrerHandlungsweise vor und drohte in festem, ernstemTone, den ersten, der es noch wagen sollte, ein Wortzu sagen, sofort zu verhaften. Meinen Revolver liessich bei der getährlichen Lage der Dinge natürlichnicht aus den Augen, da ich gegen ein Dutzendbaumlanger Kerle im Verein mit drei andern Radlernohne diese gewichtige Waffe doch nichts hätte aus-rieilten können. Einer wagte es mich zu fragen, werich denn sei, aber kaum hatte er das letzte Wortgesprochen, als ich ihn auch schon beim Arme ge-fasst hatte und ihn in einer Weise audonnerte, dieihm zu imponieren schien. Mein energisches Vor-gehen gegen die Bande hatte seinen Zweck nichtverfehlt, entweder hielten mich die Burschen für einenGeheimpolizisten oder für einen verkappten Kommissar.Ohne auch noch ein Wort zu sagen, schlugen sichdie Strolche, denen die Sache doch nicht geheuer zusein schien, seitwärts in die Büsche. Nachdem ichder Gesellschaft den Rücken gewandt hatte, mussteich selber über diese sonderbare Art der Friedens-Stiftung lachen.

In Köln angelangt, begab ich mich bald zurRuhe, während ein wolkenbruchartiger Gewitterregendraussen zur Erde stürzte. Das konnte für die Fort-setzung meiner Reise nach dem Niederrheine unan-genehmwerden, aber ich vertraute meinem gutenSterne und lag bald in festem Schlafe.

Der nächste Morgen war trübe, doch das hindertemich nicht, meine Fahrt nach M.-Gladbach fortzu-setzen. Die Strasse war zwar noch nicht trocken,