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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Lehrer Lei einer Flusche duftenden Moselweins ver-gnügt zusammen. Freundliche Erinnerungen ausmeiner Schulzeit zogen bei dieser Gelegenheit mitaller Lebendigkeit an meinem geistigen Auge vor-über, und unser Gespräch drehte sich last ausschliess-lich um die lichten und trüben Episoden aus jenenJahren. Besonders ein tragikomisches Intermezzoaus der Tertianerzeit seligen Andenkens leuchtete inmeinem Gedächtnisse auf.

War da in einer Klasse, die dem Brennpunkteder Gymnasialzeit, der verhängnisvollen Kluft zwischenUnter- und Ober-Sekunda, nicht ferne steht, einschwarzgelockter jugendlich leichtsinniger .Jüngling,der die Klassenaufsätze gewöhnlich besser ins Lebenzu setzen wusste, als die Hausarbeiten; und daswar gewiss ein böses Zeichen für das Verhaltendesselben während des Silentiums. Eines schönenMorgens nun wurden den hoffnungsvollen Schülerndie korrigierten französischen Pensa zurückgegeben.Der kraushaarige Jüngling hatte ganz unverant-wortlicherweise ein halbes Dutzend Felder gemacht,und sein Gesicht wurde beim Anblick der Censurzusehends länger. Mea culpa musste der Schülerbei allen Fehlern bis auf einen zugestehen. Untereinem Worte lag nämlich ein roter Balken, dessenBerechtigung der Knabe sich unter Zuhilfenahmealler seiner Kenntnisse in der französischen Sprachenicht erklären konnte. Kespektvoll fragte er den ge-strengen Herrn Professor, welchem Verstosse .wohldieser rote Strich seine Existenz verdanke. Über-legen lächelte der Gewaltige und erklärte mit derdem Pädagogen meist angeborenen Kaltblütigkeit,auf dem Buchstaben e des inkriminierten Wortes hätteder Accent gefehlt, und nachträglich wäre er hingemaltworden. Darob grosses Erstaunen seitens des Schülers,