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Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt Mainz ist•die Citadelle mit dem dahinter liegenden zerfallenenEigelstein. Letzterer wurde der Sage nach im Jahre9 v. Clir. von den Römern zum Andenken an denliier verunglückten Eeldherrn Drusus aufgeluhrt. EineKundfahrt zu Rade durch die Stadt und die hüb-schen Anlagen der äusseren Strassenziige ist sehranregend. Das Radeln ist den Fremden in Mainznur dann gestattet, wenn das Rad mit einer Pohzei-nunimer verseilen ist, die man in jedem grösserenGasthofe auch leihweise haben kann.
Als ich am nächsten Morgen die prächtige Rhein-brücke betrat, die Kastei mit Mainz verbindet, fieles mir auf. dass auf dem Rheine eine grosse Anzahlfestlich geschmückter Schiffe lag. Ich erkundigtemich nach dem Grunde und erfuhr, dass die Dampferfür die Festlichkeiten in Coblenz bestimmt seien, diemit der Einweihung des rheinischen Provinzialdenk-mals für Kaiser AVilhelm I. durch unsern Kaiserverbunden -waren. Das hätte ich als Rheinländer■eigentlich schon früher wissen müssen, allein, aufmeiner ganzen Reise hatte ich kaum eine Zeitungzur Hand genommen und "war infolge dessen nichtauf dem Laufenden geblieben.
Die Einweihung des Denkmals sollte am nächstenTage stattfinden; da die Landstrasse von Mainzbis zur Xahe doch nicht viel bietet, und ich inEingen -wieder in den ersten Teil meiner Reiseroutehineingeraten -wäre, spedierte ich das Rad mit demnächsten Zuge nach Coblenz und bestieg nachmit-tags einen Schnelldampfer, der rheinabwärts fuhr.Ich wollte meine Maschine nicht durch das Gedrängein Coblenz schleppen und vertraute sie deshalb derBahn an, die sie mir an sicherer Stelle aufbewahrte.
So glitt denn unser prächtiges Schiff pfeilschnell