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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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zu dekorieren und ihre Besitzer an den Zollämternmit zeitraubenden Formalitäten zu belästigen. Deshalbkonnte ich meine Heise von Friedrichslmfen aus sofortunbehindert fortsetzen.

Mit frischer Kraft und neuem Mute fuhr ich nunnach mehreren, der Kühe gewidmeten Tagen dieschattige und gut gedeckte Strasse nach Ravensburghinauf und langte dort nach kurzer, flotter Fahrt an.Das Terrain steigt von Friedrichshilfen ab etwas unddie Strasse ist von üppigen Feldern und saftigenWiesen begrenzt. Wendet man den Blick kurz vorRavensburg südwärts, so sieht man die Schweizer-alpen, die den letzten Scheidegruss herüberwinken.Als die mir so lieh gewordenen Berge allmählichhinter bewaldeten Hügeln verschwanden, dachte ichmit Wehmut an die Möglichkeit, dass ich sie vielleichtniemals Wiedersehen könnte.

Ravensburg, eine ehemalige freie Reichsstadt, hatihren altertümlichen Charakter bewahrt wie kaum eineandere Stadt Württembergs. Heute noch zeugen ihrezinnengekrönten Mauern und die alte Veitsburg, dasStammschloss der Welfen, von entschwundener Machtund einstiger Grösse. Grüne Rebenhügcl umschliessendie 13000 Finwolmer zählende Stadt und vervoll-ständigen das idyllische Bild, welches sie mit ihrerUmgehung vom Burgturme aus gesehen bietet. VonRavensburg führt eine 4 km lange Strasse nachWeingarten, einem sauberen Städtchen mit 6000 Ein-wohnern und der alten, prächtigen Benediktiner-Reichsabtei. die jetzt in eine Kaserne umgewandeltist. Von hier ah steigt die Strasse fast ununterbrochen13 km bis Waldsee, sodass man sich in letzteremOrte wiederum 590 m hoch, also fast 200 m überdem Bodensee befindet. Waldsee hat 2800 Einwohnerund liegt mit seiner schönen gotischen Kirche am

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