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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Meerbusens. Einen Sonnenuntergang, der sicli von.hier aus an schönen Abenden besonders prächtig,ausnimmt, genoss ich nicht, da sich der Himmel zumersten Mule seit vielen Tagen mit schwarzem Gewölküberzogen hatte. Die Schiffe, die ich am Horizonte,fernen Gestaden zueilend, erblickte, verschwanden all-mählich im Wolkeuschleier, und der Abendfriede sankauf die Stadt hernieder. Meine Gedanken schweiftenin die .Ferne, nach dem schönen Florenz und derLagunenstadt Venedig hinüber, ich wurde nicht schlüssig,,ob ich an meine Radtour bis hierher noch die nureine Nacht dauernde Seereise nach Livorno anschliessensollte, um dann von dort aus mit der Eisenbahnnach Florenz, Bologna und Venedig zu fahren, oderob es besser wäre direkt über Mailand, Chiavennain das Alpenge.biet der Schweiz zurückzukehren, lnAnbetracht der heissen Jahreszeit, die mich bis hierherso viele Schweisstropfen gekostet, entschied ich michfür das letztere. Das kühle Engadin übte auf michunter diesen Umständen einen weit grösseren Reiz,aus, als die Paläste des schönen Florenz und diebelebten Kanüle der heissen italienischen Metropoleam Adriatischen Meere. Vielleicht würde ich auchspäter noch einmal Gelegenheit finden, Mittel- und Süd-italien in einer zum Reisen günstigeren Zeit zu besuchen.

Nachdem ich in meinem Hotel wieder angelangtwar, ging ich zu Bett und schlief, bis mich spät amandern Morgen schwere, an die Fensterscheibenklatschende Regentropfen weckten. Es war der ersteRegen seit langer Zeit, und selbst mir war er will-kommen, wenn er nur nicht allzulange anhielte.Als das Frühstück beendigt war, und ich mein Radinstand gesetzt hatte, fuhr ich zum Campo Santooder Cimetero di Staglieno, dem berühmten GenueserFriedhofe. Die elektrische Bahn brachte mich durch