Ciassen, deren es in Genua eine grosse Anzahl giebt,Tristen diese Menschen ein kümmerliches Dasein, einLeben der Annut und Entbehrung.
Alle Kunstschätze der Stadt, die in den Kirchen,Museen und Palästen aufbewahrt werden, konnte ichbei meiner kurz bemessenen Zeit nicht in Augenscheinnehmen, und daher beschränkte ich mich auf dasWichtigste. Unter den Kirchen sind als besondersbemerkenswert hervorzuheben die schöne KathedraleS. Lorenzo, die Kirchen Santa Maria di Carignano,S. Ambrogio und S. S. Annuntiata, deren Innereswertvolle Gemälde 1 grosser Meister und zahlreicheandere Sehenswürdigkeiten aufweist. Von den altenPalästen sind die interessantesten der Palazzo AndreaDoria, P. Faraggiani, II Mareello Durazzo, P. Balbi,P. Hinnen, P. Rosso, P. del Municipo, P. Spinolaund der ehemalige Dogenpalast, Palazzo Duccale.Einige dieser herrlichen Rauten mit ihren kostbarenKunstschätzen habe ich besucht. ■ Die vollständigePeschreihung dieser fast einzig in ihrer Art da-stehenden Paläste ist in Genua allerorts käuflich, in demengen Rahmen des vorliegenden Ruches dürfte weitereAusführlichkeit in Bezug hiermit' nicht am Platzesein. Jedenfalls kann sieh die Stadt in Bezugauf Sehenswürdigkeiten im allgemeinen mit jederandern Europas messen; ich zähle Genua zu denschönsten und interessantesten Plätzen der Erde.
Gegen Abend fuhr ich mit dem Funicolare, derDrahtseilbahn, zu der aussichtsreichen äusseren Bing-strasse, die sich am Bergabhange hinzieht, und von dagings zum Kamme des Gebirges, den das 1182 m hochgelegene Fort Castellaccio krönt. Auf der Verandaeines dort oben gelegenen Gasthofes ruhte ich biszum Abend aus. Man überblickt von hier aus dieganze Stadt und einen grossen Teil des ligurischen