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aus fuhr ich zum Hafen, dem grössten und belebtestenItaliens. Im Jahre 1896 zäldte man annähernd
12000 ein- und auslaufende Schiffe, gewiss ein Zeichenfür den ausgedehnten, weitverzweigten Handel dieserStadt. In einem Boote fuhr icli durch den PortoVecchio, den alten .Halen, zum neuen, dem PortoNuovo und dann durch «len Avamporto oder Vor-hafen ins offene Heer hinaus. Diese .Fahrt ist solohnend, dass sie den Verlust an Zeit und einigeLire Fahrgeld reichlich aufwiegt. Ein Wald vonMasten bedeckt den weiten d l / 2 km langen Hafen.Schiffe aus allen Teilen der Welt löschen liier ihreLadung. Ich sah chinesische, und amerikanische,afrikanische und nordeuropäische Schiffe; unter denletztem fiel mir als eines der schönsten, ein stolzerDampfer des Norddeutschen Lloyd, Wilhelm H.. auf.
Vom Meere aus bietet sich die schöne LageGenuas in vorteilhaftestem lachte dar. In blendendemAVeiss erglänzten das Häusermeer, die zahlreichenPaläste und Villen im Sonnenstrahle. Hoch obenauf dem Kamme des Gebirges erblickt man eineAnzahl Forts, die Genua den Charakter einer derstärksten Festungen Italiens verleihen. Überaus lieblichist das Bild, welches auf den Beschauer hier in grosserMannigfaltigkeit einwirkt.
Nach dem Centrum der Stadt zurückgekehrt,konnte ich den schönen, grossen A 7 erkehrsstrassen. denPlätzen und öffentlichen Anlagen, nicht genug Be-wunderung zollen. In Genua macht sich nebenüppigstem Glanze und prahlerischer A T erschwendungs-sucht auch das Elend, die Armut in erschreckendemMaasse breit. Allenthalben begegneten mir hohl-wangige Männer, zerlumpte AVeiber, im Schmutzeverkommende Kinder und andere bedauernswerteExistenzen. In den Kellerwohnungen der engen