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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Meer, kein Lüftchen regte sich, Stille herrschte ringsumher, kein Mensch war weit und breit zu sehen.Ein herrliches Nachtbild, eine zaubervolle Scencriebot sich hier dem Auge! Die Sterne funkelten vomHinmielsdome traulich auf die Lande, auf ein Bilddes Friedens und beseligender .Ruhe hernieder. Wederdie Feder des Poeten noch der Binsel des grösstenMalers sind imstande diese geheimnisvolle Harmoniein ihrer ganzen Erhabenheit wiederzugeben. Abereines Künstlers gedachte ich in dieser Stunde:Robert Schumanns. Er war es, der es verstanden,den ganzen Zauber eines solchen Stimmungsbildeswiederzugeben, er hat ihn in das entzückende Adagioseiner B-Dur Symphonie gebannt. Ein Bedanke aus/'GoethesFaust:

Zum Augenblicke dürft ich sagen:

Verweile doch, du bist so schön!

durchglüht in dieser Einsamkeit die Brust. Ist dohdas irdische Leben so flüchtig, und wenn man vneinzelnen Lichtblicken absieht, weiter nichts als iineinziger langgezogener Moll-Aceord. Sehweigndfuhren wir langsam neben einander weiter, bis unsendlich, als wir auf der Höhe des Oapo di Noliangelangt waren, die Lichter der Dörfer Noli, Sprornound Yado entgegenglänzten.

Nach ungefähr zweistündiger Fahrt langte wirin Savona an, wo wir ein Hotel aufsuchten. Trotzder heute zurückgelegten hundert Kilometer vfspiirteich keine Ermüdung, und da ich auch am liebstenMorgen nicht allzu früh aufstehen wollte, nr'hte ichnoch einen Streifzug durch die Stadt undbesuchteeinige der hübschen Restaurants, (legen Mternachttrat ich den Heimweg an. Doch was wa? ( lus? Ichwusste ja weder die Strasse, in der ich w-Uite, nochden Namen des Hotels, in das mich Hu Reise-