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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
Entstehung
Seite
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blieb ich, bis der Abend angebrochen, und der Mondam lernen Horizonte aus den Meeresfluten empor-getaucht war. Ich befand mich in heiterster Stimmungund bestellte mir eine Masche sizilianischen Weines,der mir so vortrefflich mundete, dass ich sicher glaubte,mehrere Lire dafür bezahlen zu müssen. Gross waraber mein Erstaunen, als der AVirt mir auf den ge-zahlten Lüntlireschein noch 3.50 Lire mit dem Be-merken zurückgab, dass dieser köstliche Tropfenliier überhaupt nicht mehr koste. Noch einmal sahich meine Maschine nach, prüfte die Sclnauben aufihre Festigkeit und setzte die Laterne in Stand.Sodann bestieg ich mein Bad aufs neue und fuhr inGesellschaft eines italienischen Hudlers, den ich beimT erlassen des Ortes angetroffen, in die herrlicheNicht hinaus, um die an meinem heutigen Pensummch fehlenden25 km bis Savona zurückzulegen.

Den Entschluss zu dieser Nachtfahrt habe ichniut wie jenen am Thunersee bereuen müssen, nein,die;.« herrliche Tom' ist die schönste, die ich je beiNaot unternommen, und sie wird mir auf immerunvegesslich bleiben. Es war mir recht angenehm,hier einen Begleiter zu haben, obgleich dieser dieIStrase ebenso wenig kannte wie ich; allein hätteich d ; Fahrt aber auch fortgesetzt, denn meinenWeg pnnte ich nicht verfehlen, und gefürchtet habeich mi\j nie, auch nicht in Gegenden, die noch ein-samer \aren. Die Strasse ist hochromantisch undsehr ge'ugig, sie hat eine vorzügliche Decke undführt üb- steile Caps hinweg, durchbricht mächtigeFelswandmittels grosser Tunnels und zieht sich inihrer gan^ Länge am Meere hin, teils hoch obenauf steilen Felsenufer, teils wird sie unten von denWellen desMeeres bespült. Im silberhellen Lichtedes Vollmo-les erstrahlte weithin das fast ruhige