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Schöne Strassen sind besonders die schattige Avenue dela. gare und der Boulevard Victor Hugo. Den Haupt-verkehr weist die Place Massena auf. In einer vondiesem Platze westlich abzweigenden Strasse, derEue de France, befindet sich ein Marmorkreuz, welchesan die durch Papst Paul lbdS herbeigeführte Zu-sammenkunft zwischen Karl V. und Franz I. erinnertund dem Stadtviertel Croix-de-Marbre seinen Namengegeben hat. Ein Besuch des 97 m hohen Schloss-berges mit den Ruinen einer von Ludwig XIV. zer-störten Burg und schöner Aussicht auf das Meer,die Stadt und das Gebirge beschloss das Pensum,welches ich mir für den Tag gestellt hatte. EtwaIV 2 Stunde nordöstlich von Nizza befindet sich dieweltberühmte Sternwarte mit dem grössten RefraktorEuropas, der 18 m lang ist und dessen Binse 77 cmDurchmesser hat. Dem Publikum ist das Observatoriumnicht ohne weiteres zugänglich. Bei einer Flaschetrefflichen Burgunders verbracht!' ich abends nochmehrere Stunden in der heiteren Gesellschaft einigerFranzosen und suchte bei Zeiten mein Lager auf.
Am nächsten Morgen schien die Sonne wiederebenso freundlich auf mich hernieder wie sie un-unterbrochen seit dem Tage geleuchtet, da der Regen-gott den gewaltigen Wolkenbrnch vor mehr als achtTagen auf den St. Gotthard und Airolo herabgesandthatte. Meine treffliche Diirkoppmaschine befand sichin tadellosem Zustande, blitzblank geputzt harrte sieder Weiterfahrt. In Nizza war ich auf dem südlichstenPunkte meiner Reise angelangt und wandte nun derStadt den Rücken, um nach Ventimiglia zurückzufahren.Als ich die ersten Kilometer hinter mir hatte unddie Sonne ihre glühenden Strahlen im Vollglanze zurErde sandte, da dachte ich mit sehr geteilten Gefühlenan die Strapazen, die mir noch bevorstanden, ehe ich