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nachten wollte, fuhr ich nach kurzer East in Gesellschafteines Eadlers aus Monaco nach Monte Carlo, wo ichzwei Stunden später anlangte. Die Zurücklegungdieser letzten Strecke hatte soviel Zeit erfordert, weilich hier nochmals an einem italienischen und einemfranzösischen Zollamte aufgehalten worden war; ichhatte also an einem Tage sechs Zollstationen passierenmüssen, und mehr kann man doch nicht verlangen.
Die nähere Beschreibung der Strecke zwischenVentimiglia und Monte Carlo folgt später gelegentlichder Rückfahrt von Nizza aus. Ich war in einem frei-gelegenen Hotel, welches mir empfohlen worden war,bestens aufgehoben und lag nach den Anstrengungendes Tages bald in den Armen des bekannten Gottesmit der Schlafmütze.
Als ich am andern Morgen erwachte, die Fenster-vorhänge zurückschlug und vom Balkon aus zumersten Male in meinem Leben Monte Carlo mit seinenherrlichen Gärten, 'die Küste und das MittelländischeMeer im hellen Glanze der Morgensonne vor mirliegen sah, da wusste ich nicht recht, ob ich diesesentzückende Bild im Traume oder in Wirklichkeiterschaute. Es war mir, als sässe ich im Theater,und vor mir auf der Bühne sähe ich zwischenphantastischen, feenhaften Coulissen ein farbenprächtigesGemälde, die tiefblaue Flut des Meeres, herrlichel’aläste, kurz, den ganzen Märchenzauber des Orients.Aber es war Wirklichkeit, es war ein Paradies, einEden, welches sich liier vor meinen Augen ausbreitete,l nd in der Timt, Monte Carlo bietet mit seinerUmgebung wohl eines der schönsten Landschaftsbilderder ganzen Erde.
Doch was für ein Volk hat unser Herrgott indieses Land hineingesetzt, Avie ist hier in früherenJahrhunderten und bis in die neueste Zeit hinein