gewirtschaftet worden! Noch bis vor einigen Jahr-zehnten war die Brotfabrikation Staatsmonopol, die-Einwohner des Landes assen das fast ungeniessljareBrot aus der fürstlichen Bäckerei buchstäblich mitThränen, selbst Fremde, die nach Monaco kamen,,mussten jegliche Backwaaren ausserhalb der Landes-grenze lassen. Den klingenden Ertrag dieses Monopols,welches ein Hohn war auf Civilisation und Menschen-recht, veijubelte der „Herr“ in Paris. Böse Beispieleverderben gute Sitten, und wie der Fürst und dieRegierung waren, so ist auch das Volk geworden.Auch der Unbefangene, der in der Chronik desFürstentums Monaco blättert, kommt zu dem Schlüsse,dass hier Jahrhunderte hindurch ein Piratennestder schlimmsten Art bestanden hat. Viel besser istes jetzt in diesem schönen Lande auch noch nichtgeworden, unter einem gleissenden Gewände zieht esnoch heute die auserkorenen Opfer in seine Netzeund richtet sie unbarmherzig zu gründe. Hier tritt,wie in so mancher Hinsicht, die ausgleichendeGerechtigkeit in der Schöpfung eklatant zu Tage,,und unwillkürlich dachte ich an eine Geschichte, dieman sich in Mexico erzählt. Frag da einst einNaseweis den lieben Herrgott, warum er doch vorallen andern Länderstrichen der neuen Welt geradeMexico mit den herrlichsten Wundern der Natur, mitewigem Blütenschnee und unvergleichlichen Reizenlandschaftlicher Schönheit ausgeschmückt habe? Aufdiese Frage lächelte der liebe Gott und sprach:„Dafür habe ich den Mexicaner in dieses Land hinein-gesetzt.“ Und dass die Mexicaner nicht viel taugen,davon zeugen die Annalen der Landesgeschichte.Diese Erzählung lässt sich auf das FürstentumMonaco recht gut anwenden, nur sind die Leute hiernicht halbwild und gewalttlnitig, sondern glatt und
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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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