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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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war keineswegs beneidenswert, lim einem verhängnis-vollen Zusammenstossc vorzubeugen, hatte ich vorhermeine Laterne angeziindet, mit der ich mich jedemnäher kommenden Fuhrwerke bemerkbar machte, demehr ich mich der Mitte der Galleria näherte, destomein- Wasser tropfte von den Wänden herab unddesto schiiipferiger wurde der Moden. Schliesslichwatete ich bis an die Knöchel in einer weichenLehmmasse und die Maschine war fast nicht von derStelle zu bringen. Mit Aulbietnng aller Kräfte kamich aber doch weiter und erreichte nach einerWanderung von 50 Minuten den Ausgang diesesMustertunnels. In der nächsten Tratoria reinigte ichSchuhe und Rad vom Schmutze und so hatte ich dasSchwierigste des heutigen Pensums hinter mir.

Ich befand mich hier noch 1271) m über demMeere und hatte bis zur Riviera nach Ventimiglianoch (>(> km zurückzulegen. Die Thalfährt ist fürRadfahrer wegen der zahlreichen Kehren, besondersbis Tenda, nicht ungefährlich. Zwischen hohen Sand-steinfelsen führt die Strasse abwärts durch das DorfTenda nach der italienischen Grenzstation S. Dalmazzodi Tenda, wo ich den italienischen Zollschein visierenund abstempeln lassen musste. Einige Kilometerweiter befindet sich die französische Zollstation Fontana,an der ich nach vielen Umständen für 38 Francs einenfranzösischen Zollschein und für mein Rad die drittePlombe erhielt. .Die Strasse von Tenda nachVentimiglia ist nämlich sonderbarer Weise ungefährin gleicher Entfernung von beiden Orten französisch unddeshalb musste ich nacheinander vier Zollämter passieren.Die Landschaft ist hier sein- grossartig; die Strasseführt durch die Gola di Gaudarena, einen der be-deutensten Engpässe der Alpen. Ilis zu mehr als400 Metern Höhe erheben sich die steilen Felswände